Christuskirche Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Herzogstadt

Pfarramt

Pfarrplatz 6
92237 Sulzbach-Rosenberg

Telefon: 09661 891-150
Telefax: 09661 891-151

Büro

Frau Sieglinde Blos (Sekretärin), Tel 891 150.
Herr Klaus Rösel (Kirchner), Tel 891 154.
Mo-Fr  9-12 Uhr (Do auch 14-18 Uhr)
E-Mail an unsere Gemeinde

Kontakt

Pfarrer Dr. Kurz Tel: 81 19 320, Fax -365
Dekan Schötz Tel: 891 100, Fax -101
Pfarrer Bruder Tel: 81 22 32, Fax 891 151
Diakonin Irene Elsner Tel: 891 157,  Fax -151
Diakonin Sabrina Schmidt Tel: 891 153, Fax -151
Vikar Stefan Fischer

Spendenkonto

Sparkasse Amberg-Sulzbach
IBAN: DE25 7525 0000 0380 1020 12
SWIFT-BIC: BYLADEM1ABG

Luthermahl im Gemeindesaal

Luthermahl2Martin Luther ist für markige Worte bekannt. Viele Sprüche aus seinen Tischreden werden immer wieder gern zitiert. Da äußert er sich nicht nur über theologische Fragen, sondern auch zu Alltagsthemen. Diese Tradition aus dem Hause Luther nahmen die Gemeinde Christuskirche und der Dekanatsbezirk Sulzbach-Rosenberg bei ihrem Luthermahl zum Reformationsjubiläum auf. Im Gemeindesaal genossen 120 Gäste ein lukullisches Mahl, das die Amberger Firma Lindner servierte. Zwischen Kürbissuppe, Antipasti, Rinderschmorbraten, Lasagne oder Hühnchen und einem erlesenen Dessert wurden Tischreden gehalten.
Immer zehn Gästen saßen an einer großen, schön geschmückten Tafel zusammen. Die Tischreden gaben ihnen Stoff für lebhafte Gespräche. Zuerst sprach die Literatin Annette Ruttmann. Sie begann ihre Rede mit Luthers Ausspruch: „Tritt fest auf, mach‘s Maul auf, hör bald auf.“ Der Wunderglaube war ihr Thema. Sie erinnerte daran, dass Luther dem Wunderglauben gegenüber misstrauisch war und ihn in einem Zusammenhang mit Heiligenverehrung und Ablasshandel sah. Andererseits, meinte Ruttmann, könne ein tiefer Glaube heil machen an Leib und Seele. „Brauchen wir Wunder?“, fragte sie schließlich provozierend und lud die Tischgesellschaft ein, darüber zu diskutieren.
Luthermahl1Ayman Tamaa ist Grundschullehrer aus der syrischen Stadt Aleppo. Seit 2014 lebt er in Deutschland und gibt jetzt muslimischen Religionsunterricht an hiesigen Grundschulen. Er sprach über die Toleranz im Islam. Als der Prophet Mohammed nach Medina kam, berichtete Tamaa, lebten dort neben den arabischen Stämmen viele Juden. Mohammed schloss mit den Juden Verträge um sicherzustellen, dass alle Bewohner Glaubensfreiheit genießen. Der Prophet erlaubte auch einer christlichen Delegation, in der Moschee Gottesdienst zu feiern, und führte mit den Gesandten einen theologischen Disput. Auch aus späterer Zeit führte Tamaa viele Beispiele für die Toleranz der Muslime den Christen und Juden gegenüber an: „Toleranz ist kennzeichnend für die islamische Kultur, seit der Prophet sie begründete.“ Die Menschen heute sollten unterschiedliche Kulturen, Sprachen und Religionen als Bereicherung respektieren und voneinander lernen.
„Es reicht nicht, die Schriften verstehen zu wollen“, stellte Dr. Antje Yael Deusel in ihrer Tischrede fest. Sie ist seit dem Holocaust die erste deutschstämmige Jüdin, die in Deutschland zur Rabbinerin ausgebildet wurde, und betreute bis 2015 die jüdische Gemeinde Fürth. Nach dem Willen des Ewigen, betonte sie, könne man nur leben, wenn man über sich selbst hinaus Verantwortung übernehme, also hinausgehe zu den anderen. Man dürfe nicht in Selbstzufriedenheit stehenbleiben, sondern müsse sich seiner Mitmenschen annehmen und immer daran denken, dass Reformation kein Zustand ist, sondern ständige Veränderung bedeute.
Schließlich wünschte Dekan Karlhermann Schötz allen Besuchern des Luthermahls, dass sie Stärkung und Orientierung aus dem Reformationsfest mit in den Alltag nehmen.

Anmeldung registrierter Benutzer

spruchlogo-webSie suchen

einen Taufspruch?

einen Konfirmationsspruch?

einen Trauspruch?

Einfach klicken und auswählen.

Aktuelle Seite: Startseite HF 2 Gemeindeentwicklung Feste und Feiern