Christuskirche Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Herzogstadt

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Gottesdienst mit Aussiedlern am Pfingstmontag

mo2Zu Pfingsten feiern Christen in aller Welt den Geburtstag der Kirche. Zu Pfingsten hörten die Jünger Gottes Wort, und zwar jeder in seiner Sprache. Dieses Pfingstwunder konnte man in der Christuskirche in einem besonderen Gottesdienst erlebe

Pfarrer Dr. Johannes Blohm verdeutlichte das Pfingstwunder anhand der Geschichte eines Obdachlosen, der zu Pfingsten die Stimme Gottes vernimmt und Missionar wird. „Gottes Geist weht, wo er will“, fasste der Prediger zusammen, „Gottes Geist schafft einfach Neues.“ Deswegen sei Pfingsten ein Fest des Lebens. „Pfingsten brauchen wir, um uns wieder begeistern zu lassen für die Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott und die Gemeinschaft miteinander“, schloss Dr. Blohm.
Diese Begeisterung und die Offenheit für Neues war im Gottesdienst immer spürbar. So erklang die Lesung aus dem 1. Korintherbrief auf Russisch, vorgetragen von Yaroslava Khotenok. Das Glaubensbekenntnis und auch das Vaterunser wurden nicht nur in Deutsch, sondern auch in Russisch gesprochen.
mo1Alteingesessene und Aussiedler sprachen gemeinsam die Fürbitten. Pfarrer Dr. Blohm, Johann Frank, Khotenok, Gabi Müller und Traudl Übler baten um Versöhnung und neues Leben, um ein tragfähiges Miteinander der Konfessionen und Religionen, für eine verantwortungsvolle, dem Leben zugewandte Politik.
Mit Kreistänzen rund um das Taufbecken machte der Tanzkreis „Von Fremden zu Freunden“ unter der Leitung von Erna Horn die verbindende Kraft des Pfingstfests sichtbar.
Nach dem Gottesdienst war die Gemeinde zu einem süßen Ausklang im Foyer bei Tee und Gebäck eingeladen.

Silberne Konfirmation 2018

silberkonfVor 25 Jahren feierten sie als Jugendliche ihre Konfirmation. Jetzt erneuerten neun von ihnen in der Christuskirche ihr Bekenntnis zum Glauben. Vikar Stefan Fischer predigte über Psalm 91: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zum Herrn: Meine Zuversicht, meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.“ Fischer verdeutlichte die Botschaft dieses über 2000 Jahre alten Gebets mit einem Regenschirm. Der schütze vor Regen und brennender Sonne. Auch Gott breite einen Schirm über jeden Menschen und stehe ihm in Ängsten und Nöten bei: „Gottes Schirm ist da. Jeden Tag, jede Stunde.“

Dann traten die Jubelkonfirmanden zum Altar und Vikar Fischer segnete sie, so wie sie vor 25 Jahren gesegnet wurden. Erst feierten die silbernen Konfirmanden, dann die ganze Gemeinde das Abendmahl. Für die feierliche musikalische Gestaltung des Gottesdienstes danke Fischer dem Gospelchor „Voices of Joy“ unter der Leitung von KMD Gerd Hennecke.

Konfirmation Misericordias Domini

32 junge Christen bekannten sich am gestrigen Sonntag Misericordias Domini in der Christuskirche zu ihrem Glauben. Nachdem sie sich fast ein Jahr gründlich vorbereitet hatten, wurden sie jetzt konfirmiert.

konfi md„Jetzt geht's los!“, stellte Diakonin Elsner in ihrer Predigt fest. Das Leben hält für die Jugendlichen noch viel bereit. Das verdeutlichte die Predigerin mit einer Leiter, die sie vor den Altar stellte. Sprosse um Sprosse geht es aufwärts. Jesus Christus, führte die Predigerin aus, sei nicht auf, sondern abgestiegen. Statt zu herrschen half er Kranken und Verzweifelten und gab damit der Lebensleiter eine neue Bedeutung. Vikar Fischer und Diakonin Schmidt demonstrierten das, indem sie die Leiter als Brücke über ihre schultern legten. „Jetzt bin nicht mehr ich selbst der Sinn meines Lebens. Sondern ich kann Brücken bauen zu meinen Mitmenschen. Das gibt Halt und Stabilität.“ Entscheidend im Leben sei es, tragfähige Beziehungen aufzubauen. Jesus ist ein Brückenbauer gewesen, der Brücken nicht nur von Mensch zu Mensch, sondern mit seinem Kreuz zwischen Gott und der Menschheit gebaut habe.

„Christus baut die Brücke zu uns herüber. Werden wir den Schritt wagen? Dann ist die Konfirmation kein Schlusspunkt, sondern ein Doppelpunkt. Das Beste kommt noch!“, schloss Elsner. Nach der Tauferinnerung, dem Glaubensbekenntnis und der Konfirmationsfrage segneten Vikar Stefan Fischer, Diakonin Sabrina Schmidt und Elsner die Jugendlichen ein. Der Vertrauensmann des Kirchenvorstands, Günter Schultheiß, gratulierte den Konfirmierten, die jetzt das kirchliche Erwachsenenalter erreicht haben. „Wir brauchen euch junge Leute für eine lebendige Gemeinde“, sagte er, „möge Gott unsere Konfis segnen und mögen die Konfis ein Segen für die Gemeinde sein!“

Dann waren erst die Konfirmanden, anschließend die gesamte Festgemeinde zum Abendmahl eingeladen.
Musikalisch wurde der Gottesdienst feierlich vom Posaunenchor unter dem Dirigat von Doreen Deyerl und dem Gospelchor „Voices of Joy“ unter der Leitung von Dekanatskantor Gerd Hennecke gestaltet. Auch die Gemeindejugend trug maßgeblich dazu bei, dass der sehr lange Gottesdienst würdig und festlich ablaufen konnte, denn die Jugendlichen boten eine Kinderbetreuung an, so dass die Kleinen nicht unruhig wurden.

Himmelfahrt: Gottesdienst in Forsthof

Forsthof2IMG 0039Ein Kuckuck rief, die Sonne strahlte, der bestens disponierte Posaunenchor spielte heitere Frühlingsweisen. Bei der Kapelle in Forsthof hatte sich eine festlich-frohe Gemeinde zum traditionellen Himmelfahrtsgottesdienst mit dem Evangelischen Männerbund Sulzbach versammelt.

Stadtpfarrer Dr. Kurz predigte über das Evangelium des Johannes, 17. Kapitel. Vor seiner Himmelfahrt, so der Prediger, habe Jesus den Jüngern erklärt, dass er Christus sei und eins mit Gott bleibe. So wie nicht vom Vater zu trennen sei, sollten auch die Jünger nicht von ihm zu trennen sein, alle sollten eins sein. Aber die Einheit, von der Christus spricht, sei nicht Uniformität. Gemeint sei vielmehr die Einheit im Geist: „Wahre Einheit entsteht, wenn sich unterschiedliche Gestalten mit unterschiedlichen Fähigkeiten ergänzen.“IMG 0038

In den Fürbitten baten Dr. Kurz und Andreas Weber, der 2. Vorsitzende des Evangelischen Männerbunds Sulzbach, um Mut für die Menschen, die für Gerechtigkeit und Frieden eintreten, um Fröhlichkeit und Gelassenheit im Umgang miteinander und schließlich um Phantasie, Geduld und offene Augen für alle Menschen.

Nach dem Gottesdienst kehrte die Festgemeinde im Gasthaus Heldrich zum Mittagessen ein.

Verabschiedung Pfarrer Bruder

Abschied BrudFestliche Orgel- und Trompetenklänge begleiteten den Festgottesdienst zur Ruhestands-Verabschiedung von Pfarrer Wolfgang Bruder in der gut gefüllten Christuskirche. Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz begrüßte eine Reihe von Festgästen und Bruders Amtskollegen aus dem Amtsbereich. Kirchenmusikdirektor Gerd Hennecke intonierte mit Mitgliedern der Kantorei und der Leiterin des Posaunenchores Doreen Deyerl das große Gloria. Nach Epistel- und Evangeliumslesung durch Kirchenvorsteher Günter Schultheiß legte Pfarrer Bruder in seiner Predigt den eigenen Konfirmationsspruch zugrunde. Er erinnerte dabei an seinen Konfirmationspfarrer vor genau 50  Jahren. „Warum hat er mir dieses Wort wohl gegeben“? fragte der neue Ruheständler. „Vielleicht hat er gespürt, dass mir schon damals die Suche nach einem intensiven und erfüllten Leben ins Herz gelegt war. Mit dem Blick auf Menschen, die getauft und konfirmiert waren, und trotzdem keinen Bezug zum Glauben hatten, braucht es eine Erweckung. Menschen, die geistlich tot sind, müssen erweckt werden. Der  Ort, da dies hier und heute geschieht sind unsere Gottesdienste, weil hier die Erweckung zum Ausdruck kommt. Ostern also hier und heute, Auferweckung im Gottesdienst. Oder vielleicht doch mehr Karfreitag, denn beides gehört zusammen. Abschied und Neubeginn“, schloss Pfarrer Bruder seine vielbeachtete Abschiedspredigt.

Bei der anschließenden Verabschiedung verwies Dekan Karl-Hermann Schötz auf das Evangelium des Ostermontags. „Nach fast 39-jährigem aktiven Dienst als Pfarrer unserer Landeskirche sehen Sie der Ruhephase der beginnenden Altersteilzeit vorsichtig entgegen. Nach dem Aufzeigen des dienstlichen Werdeganges übermittelte der Dekan noch besondere Grüße von Bruders Amtskollegen aus den früheren Wirkungsstätten und würdigte seine Aktivitäten im hiesigen Dekanatsbezirk und in der Kirchengemeinde Christuskirche. „Der Eintritt in den Ruhestand ist ein Einschnitt, den wir heute entsprechend würdigen. Vor allem die 39 Jahre ihrer aktiven beruflichen Tätigkeit", so Dekan Schötz.

„Sie traten zum 1. April 2006 ihren Dienst in Sulzbach-Rosenberg an. Sie brachten sich ein, als zuständiger Seelsorger für unsere fünf Seniorenheime, bei vielen Kasualien und Gottesdiensten, waren Ansprechpartner und Dekanatsbeauftragter für Lektorinnen und Lektoren und engagierten sich im Vorjahr stark für das Reformationsjubiläum. Gerade dieses Engagement entsprach ihrem Anliegen als Pfarrer immer auch Theologe zu bleiben. Dafür danke ich ihnen im Namen unserer Landeskirche und des Dekanatsbezirkes. Möge Gott ihnen Kraft schenken, ihre Gesundheit bewahren und sie mit ihrer Familie auch im Ruhestand behüten“.

Bei der anschließenden Entpflichtung mit Handschlag erwähnte Dekan Schötz nochmals den Beginn der neuen Lebensphase. „Du bleibst ordinierter Pfarrer unserer Kirche, dazu berufen, zu predigen, zu taufen und die Feier des heiligen Abendmals zu leiten. Du bist aber nun frei und entbunden von dienstlichen Pflichten in der Gemeinde um im Dekanatsbezirk“, so der Dekan. Er  übergab nach einem würdevollen Segensgebet das Schreiben der Landeskirche und Blumen an Frau Marianne Bruder.

Beim anschließenden Empfang im Gemeindesaal dankte 3. Bürgermeister Hans-Jürgen Reitzenstein den angehenden Ruheständler für sein fast 12-jähriges Wirken in der Herzogstadt, verwies auf Bruders segenreiche Einsätze bei den verschiedensten Kasualien und als Ansprechpartner in Glaubensfragen. Er dankte mit guten Wünschen und der Übergabe einer Stadt-Tasse. Es folgten Günter Winter für den Gemeindeteil Hahnbach, Pfarrer Roland Böhmländer aus Amberg als Senior des Pfarrkapitels, Kirchenvorsteherin Gabi Müller für die Lektorinnen und Prädikanten, sowie der Vertrauensmann des Kirchenvorstandes Günter Schultheiß für die Kirchengemeinde. „Du hast Dir durch Deine vielen Aktivitäten bei allen Einsätzen in unserer Christuskirche einen große Fan-Gemeinde erworben“, dankte Schultheiß und übergab eine für den Ruhestand passende Campingliege mit Gutschein.


Zur Person Pfarrer Wolfgang Bruder

Nach Geburt, Kindheit und Jugend in Fürth Studium von 1973 bis 1979 Evang. Theologie in Erlangen und Tübingen. Ab 1. November 1979 Vikariat in Königsbrunn bei Augsburg. In dieser Zeit Hochzeit mit Frau Marianne. Von 1981 bis 1984 Pfarrer zur Anstellung in Velden im Dekanatsbezirk Hersbruck. Am 10.01.1982 Ordination durch Oberkirchenrat Viebig. 1984 Übernahme der Pfarrstelle Oberasbach im Dekanatsbezirk Fürth. Von 1994 bis 2004 Inhaber der Pfarrstelle St.Paul in Fürth. Am 1.April 2006 Übernahme der 3. Pfarrstelle in Sulzbach-Rosenberg.

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