Christuskirche Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Herzogstadt

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Ökumenischer Festgottesdienst am Reformationstag

Festgottesdienst2„Jesus Christus feiern wir am Reformationsfest, nicht die vermeintlichen oder tatsächlichen Helden und Heldinnen der Reformationszeit“, sagte Dekan Karlhermann Schötz im Festgottesdienst zum 500-jährigen Jubiläum der Reformation. Dekan Walter Hellauer erinnerte an ein Jahr der Reformation in Sulzbach-Rosenberg mit vielen gemeinsamen Gottesdiensten. Der ökumenische Gottesdienst zum Reformationsfest sei „ohne Zweifel einer der Höhepunkte für uns als Christen in den letzten 500 Jahren.“ In der Tradition des Simultaneums haben die Menschen immer wieder die Schmerzen der Trennung erfahren, aber „heute feiern wir gemeinsam.“ Noch vor wenigen Jahrzehnten sei das in Sulzbach-Rosenberg undenkbar gewesen, jetzt aber legten evangelische und katholische Christen ein deutliches Zeichen ihres gemeinsamen Glaubens an Jesus Christus ab.

Die Festpredigt hielt Dr. Burkhard Neumann. Er ist Direktor des Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik in Paderborn. Dr. Neumann sprach über das Lutherlied „Ein feste Burg ist unser Gott“, dass zum lutherischen Kampflied wurde, obwohl das Thema die Auseinandersetzung zwischen Gott und dem Bösen ist. Der Text bezieht sich auf Psalm 46, geht aber weit darüber hinaus und spricht viele weitere biblische Texte an. Es sei ein Lied des Gottvertrauens, führte der Prediger aus. Der Mensch sei zwar dem Bösen scheinbar wehrlos ausgeliefert, aber Gottes Macht zeige sich ganz konkret in Jesus Christus. Luthers Glaube an den Teufel sei den heutigen Menschen fremd geworden, stellte Dr. Neumann fest, aber das Gefühl, ohnmächtig zu sein angesichts des Bösen in der Welt kennt man immer noch. Alle Bemühungen um Frieden, um Verständigung und Gerechtigkeit machen die Welt nicht wirklich besser. Trotzdem wagt Luther das Vertrauen darauf, dass am Ende das Gute siegen wird, dass Gott sich als stärker erweisen wird als alle widergöttlichen Mächte, weil Gott in Jesus Christus das Böse besiegt und seine Macht gebrochen hat. Aber wer habe dieses unendliche Vertrauen in Gott? Das Lied singe davon, „was wir glauben möchten, und in diesem Singen bitten wir Gott, uns die Kraft zu einem solchen Vertrauen zu schenken.“

Kraftvoll und mit Überzeugung sang die Festgemeinde, evangelische und katholische Christen gemeinsam, dann „Ein feste Burg“. Die Fürbitten wurden in ökumenischer Eintracht von Gabriele Schötz, Günter Schultheiß; Gabi Müller; Richard Reisinger gebetet. Sie und Andreas Weber trugen fünf Verpflichtungen aus der Schrift "Vom Konflikt zur Gemeinschaft" vor. Katholiken und Lutheraner sollten immer von der Perspektive der Einheit und nicht von der Perspektive der Spaltung ausgehen, sich durch die Begegnung mit dem Anderen und durch das gegenseitige Zeugnis des Glaubens verändern lassen, die sichtbare Einheit suchen, gemeinsam die Kraft des Evangeliums Jesu Christi für unsere Zeit wiederentdecken und in der Verkündigung und im Dienst an der Welt zusammen Zeugnis für Gottes Gnade ablegen. Bei jeder Verpflichtung zündeten Dekan Schötz und Dekan Hellauer eine Kerze an und stellten diese fünf Kerzen dann als sichtbares Zeichen für die ökumenische Gemeinschaft in Form eines Kreuzes auf den Altar.

Auch die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes war sehr festlich. Das Bergknappenorchester der Stadt und KMD Gerd Hennecke an der Orgel begleiteten die Gemeindelieder, ergänzt wurde das musikalische Programm von der Sulzbacher Kantorei und einem Kammerorchester, die Johann Caspar Bühlings „Te Deum“ aufführten. Vor allem das Gloria war von jubelnder Glaubensfreude erfüllt. Schließlich sprachen Dekan Hellauer und Dekan Schötz gemeinsam den Segen.

Festzug zum Reformationsjubiläum

Festzug3Strahlende Bläserklänge und festliches Geläut begleiteten den langen Festzug von der Bastei zur Christuskirche. Traditionsgemäß hatte der Evangelische Männerbund Sulzbach dazu eingeladen, sich am Reformationstag mit dem Zug durch die Stadt öffentlich zum Glauben zu bekennen. An der Spitze marschierte die Bergknappenkapelle der Stadt. Den Musikern folgte ein wahrer Wald von wehenden Fahnen: Zuerst kamen die Fahnenabordnungen des Männerbunds Sulzbach und des Männerbunds Rosenberg. Dahinter flatterten die Banner der Bergknappen, der Birgländer, der Erz- und Eisenwalzerboum, des Frauenbunds St. Marien, des Heimat- und Trachtenvereins Stamm, der KAB Sulzbach, des Kolpingvereins St. Marien sowie des Stiberfähnleins im Wind.

Mit den evangelischen Geistlichen Dekan Karlhermann Schötz, Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz, Pfarrer Uwe Markert und Vikar Stefan Fischer, den Diakoninnen Irene Elsner und Sabrina Schmidt gingen Bürgermeister Michael Göth und Landrat Richard Reisinger. Ihnen folgten der Kirchenvorstand und zahllose Gläubige, darunter viele Vertreter des öffentlichen Lebens.

Am Geschichtsbrunnen warteten der Festprediger Dr. Burkhard Neumann, Regionaldekan Ludwig Gradl, Dekan Walter Hellauer und Kaplan Daniel Fenk. Sie schlossen sich nach einer herzlichen Begrüßung ihren evangelischen Amtsbrüdern und -schwestern an und zogen mit ihnen zusammen in die Christuskirche zum Festgottesdienst.

Lektoreneinführung Gabi Müller und Achim Groth

IMG 0026„Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende.“ Diese Sätze Jesu Christi stehen in Matthäus 9, 37-38. Dem Ruf, bei der Ernte mitzuarbeiten, sind Gabi Müller und Achim Groth gefolgt: Ihnen wurde in der Christuskirche das Amt des Lektors übertragen.

Dekan Schötz hatte sie für das Amt vorgeschlagen und vom Amt für Gemeindedienst wurden sie ausgebildet. Im Mai 2016 haben beide ihre Ausbildung mit dem Kolloquium abgeschlossen. Sie haben sich bereit erklärt, den Lektorendienst im Rahmen ihrer Dienstordnung auszuüben. Dazu gehören die selbständige Leitung von Gottesdiensten und die Verkündigung auf der Grundlage von Lesepredigten.

Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz predigte über Markus 4, 26-29. Dieses Gleichnis berichtet vom Sämann, der sät, aber nicht weiß, warum die Saat aufgeht, und gelassen wartet, bis die Ernte reif ist. Dazu muss er den Samen aus der Hand geben und Vertrauen haben. Das Reich Gottes, führte der Geistliche aus, beginnt da, wo der Mensch Vertrauen gibt und Freiheit bekommt. Das Reich Gottes verspreche eine reiche Ernte, eine Ernte, die Gelassenheit, Sorglosigkeit, Vertrauen und Freiheit belohnt.

Der Prediger wünschte den neuen Lektoren den Gleichmut des Sämanns, gelassen abzuwarten, ob die Saat aufgeht und das gepredigte Wort etwas verändert.
Dann fragte Pfarrer Dr. Kurz Gabi Müller und Achim Groth, ob sie bereit sein, den Dienst als Lektoren treu und gewissenhaft zu tun zur Ehre Gottes und zum Besten der Gemeinde. Die Lektoren antworteten: „Ja, mit Gottes Hilfe.“ In den Fürbitten bat der Pfarrer Gott darum, Groth und Müller und alle, die Gottes kraftvolles, wahres Wort weitersagen, zu begeistern, sie mit seiner Liebe zu erfüllen und ihnen den Mut und die Gelassenheit zu schenken, sich ihm zur Verfügung zu stellen.

Nach dem Gottesdienst gratulierte die ganze Gemeinde den neuen Lektoren und wünschte ihnen alles Gute für ihren Dienst.

Berufung und Einsegnung von Gabriele Müller als Prädikantin

MuellerPraedikantin „Die Oberpfalz hatte und hat starke Frauen“, sagte Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss in der Christuskirche. Er war aus Regensburg gekommen, um Gabi Müller als Prädikantin in den Dienst der öffentlichen Verkündigung zu berufen und sie einzusegnen.
Müller habe eine anspruchsvolle Ausbildung durchlaufen und erfolgreich ein Examen abgelegt. „Wir haben sie genau geprüft. Sie kann mit Herz, Freude und Courage reden, sie kann mit ihrer Erfahrung Menschen herausfordern und zum Glauben überzeugen“, berichtete Weiß.

Müller hatte auf Vorschlag des Kirchenvorstands erfolgreich die Ausbildung zur Lektorin absolviert und gleich die mehrjährige zur Prädikantin angeschlossen. Jetzt darf sie eigenständig Gottesdienste halten, selbst Predigten schreiben und auch das Abendmahl einsetzen.

„Dein Amt sollst du in Verantwortung und Treue führen“, mahnte der Regionalbischof und ergänzte: „vertraue darauf, dass Gottes Geist dich trägt.“ Auf die Verpflichtungsfrage antwortete Müller: „Ja, mit Gottes Hilfe“, dann segneten Weiss, Günter Schultheiß, der Vertrauensmann des Kirchenvorstands, Ursula Maluche, Diakonin Irene Elsner und Johannes Müller, der Sohn der Prädikantin, diese mit Handauflegen und Bibelsprüchen ein.

Dekan Karlhermann Schötz gratulierte der Prädikantin. Sie werde nicht nur in der Gemeinde, sondern im ganzen Dekanatsbezirk eingesetzt: „Ohne unsere Prädikanten und Lektoren wäre unser reiches Gottesdienstleben nicht möglich.“

Hatte bisher Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz als Liturg den Gottesdienst zelebriert, übernahm jetzt Müller diese Aufgabe. Als neu berufene Prädikantin setzte sie das Abendmahl ein und feierte es mit der ganzen Gemeinde. Schließlich sprach sie auch den Segen.

Gottesdienst „Unser Kreuz hat keine Haken“

ChristusKreuzHaken„Unser Kreuz hat keinen Haken“ war das Thema des Hauptgottesdienstes in der Christuskirche. Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz spannte einen großen bunten Regenschirm auf und wies auf den Spruch hin, der darauf stand: „Gottes Farben für Toleranz und Vielfalt - Evangelische Kirche“. Das sei eine klare Absage an eine einfarbige Welt - erst recht, wenn diese braun ist und die Einfarbigkeit mit Gewalt und Terror durchgesetzt werden soll. Zugleich sei es die Aufforderung, mit den eigenen Farben einen Beitrag zu einer bunten Welt zu leisten.

Alle Menschen sind anfällig für extremistische Ansichten, stellte Dr. Kurz in seiner Predigt fest, zumal Extremisten häufig Lösungen präsentieren, die auf den ersten Blick einfach und einleuchtend sind. Meist stellen sich die Extremisten als die Guten, die Fürsorglichen dar. Die Menschen auf der anderen Seite hingegen seien gar keine Menschen mehr, die hätten kein Recht auf Leben und müssten weg.

Aber in den Augen Gottes ist jeder Mensch kostbar, betonte der Prediger, deshalb achten Christen die Würde jedes einzelnen. Aus Gottes Sicht sind alle Menschen Schwestern und Brüder, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Religion oder Gesinnung. Deshalb heißt es im Doppelgebot der Liebe: Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst, also nicht nur den Genossen oder gar den „Volksgenossen“.

Die Kirche wolle ihren Einfluss nicht auf Kosten anderer ausweiten, sondern trete dafür ein, dass die Welt bunt bleibt. Zu einer bunten Welt gehören auch Farben, die sich von der eigenen deutlich unterscheiden. Deswegen sei auch der Regenschirm gerade nicht evangelisch-violett, sondern bunt. „Denn unsere Welt ist bunt wie der Regenbogen, der leuchtend am hohen Himmel stand“, schloss der Geistliche.

„Wir erleben Hetze gegen Angehörige anderer Religionen. Gott, gib uns Furchtlosigkeit für klare Positionen gegen diesen Ungeist“, erbaten Dr. Kurz und Lektorin Gabi Müller in den Fürbitten.

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