Christuskirche Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Herzogstadt

Pfarramt

Pfarrplatz 6
92237 Sulzbach-Rosenberg

Telefon: 09661 891-150
Telefax: 09661 891-151

Büro

Frau Sieglinde Blos (Sekretärin), Tel 891 150.
Herr Klaus Rösel (Kirchner), Tel 891 154.
Mo-Fr  9-12 Uhr (Do auch 14-18 Uhr)
E-Mail an unsere Gemeinde

Kontakt

Pfarrer Dr. Kurz Tel: 81 19 320, Fax -365
Dekan Schötz Tel: 891 100, Fax -101
Pfarrer Bruder Tel: 81 22 32, Fax 891 151
Diakonin Irene Elsner Tel: 891 157,  Fax -151
Diakonin Sabrina Schmidt Tel: 891 153, Fax -151
Vikar Stefan Fischer

Spendenkonto

Sparkasse Amberg-Sulzbach
IBAN: DE25 7525 0000 0380 1020 12
SWIFT-BIC: BYLADEM1ABG

Berufung und Einsegnung von Gabriele Müller als Prädikantin

MuellerPraedikantin „Die Oberpfalz hatte und hat starke Frauen“, sagte Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss in der Christuskirche. Er war aus Regensburg gekommen, um Gabi Müller als Prädikantin in den Dienst der öffentlichen Verkündigung zu berufen und sie einzusegnen.
Müller habe eine anspruchsvolle Ausbildung durchlaufen und erfolgreich ein Examen abgelegt. „Wir haben sie genau geprüft. Sie kann mit Herz, Freude und Courage reden, sie kann mit ihrer Erfahrung Menschen herausfordern und zum Glauben überzeugen“, berichtete Weiß.

Müller hatte auf Vorschlag des Kirchenvorstands erfolgreich die Ausbildung zur Lektorin absolviert und gleich die mehrjährige zur Prädikantin angeschlossen. Jetzt darf sie eigenständig Gottesdienste halten, selbst Predigten schreiben und auch das Abendmahl einsetzen.

„Dein Amt sollst du in Verantwortung und Treue führen“, mahnte der Regionalbischof und ergänzte: „vertraue darauf, dass Gottes Geist dich trägt.“ Auf die Verpflichtungsfrage antwortete Müller: „Ja, mit Gottes Hilfe“, dann segneten Weiss, Günter Schultheiß, der Vertrauensmann des Kirchenvorstands, Ursula Maluche, Diakonin Irene Elsner und Johannes Müller, der Sohn der Prädikantin, diese mit Handauflegen und Bibelsprüchen ein.

Dekan Karlhermann Schötz gratulierte der Prädikantin. Sie werde nicht nur in der Gemeinde, sondern im ganzen Dekanatsbezirk eingesetzt: „Ohne unsere Prädikanten und Lektoren wäre unser reiches Gottesdienstleben nicht möglich.“

Hatte bisher Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz als Liturg den Gottesdienst zelebriert, übernahm jetzt Müller diese Aufgabe. Als neu berufene Prädikantin setzte sie das Abendmahl ein und feierte es mit der ganzen Gemeinde. Schließlich sprach sie auch den Segen.

Annaberg: Ökumenischer Gottesdienst

habererDie Bankreihen waren voll besetzt und einige Gläubige mussten sogar stehen, als mit „Morgenglanz der Ewigkeit“, dem Lied von Christian Knorr von Rosenroth, das Christus als Licht der Welt besingt, der ökumenische Gottesdienst auf dem Annaberg eröffnet wurde. Der ganze Gottesdienst stand im Zeichen des Lichts.

Der evangelische Dekan Karlhermann Schötz und sein katholischer Amtsbruder Dekan Walter Hellauer zelebrierten den Gottesdienst in herzlicher ökumenischer Gemeinsamkeit. Die Predigt hielt Pfarrerin Prof. Johanna Haberer. „Wenn die Lichter ausgehen, dann ist Krieg, dann ist Not und Unfreiheit“, begann sie, Licht hingegen sei ein Zeichen von Frieden und Wohlstand. Jesus Christus sei das Licht der Welt, der neue Mensch, der eine neue lichte Welt bauen kann.

Auch die Naturwissenschaft, führte die Predigerin aus, könne das Phänomen „Licht“ letztlich nicht erklären. Jedenfalls aber können Menschen zwar Licht wahrnehmen, wenn auch nur einen kleinen Teil des ganzen Spektrums. Diese Erkenntnisse der Physik übertrug Prof. Haberer auf Christi Wort „Ich bin das Licht“. Die Menschen können Christus als das Licht der Welt wahrnehmen, wenn sie gemeinsam singen und beten, wenn sie sich versöhnen und Frieden schaffen. „Von den Physikern lernen wir, dass wir nur einen ganz kleinen Teil des Lichts erkennen können. Ich bin überzeugt, das ist mit dem göttlichen Licht ganz genauso“, sagte die Predigerin, „eines Tages werden wir erkennen, welches Licht aus dem großen Spektrum die anderen Religionen sehen dürfen: die Muslime, die Buddhisten, die Juden.“ Das hoffe sie für die Zukunft, aber schon jetzt könnten die Menschen erkennen, dass evangelische und katholische Christen den Pfad zu Frieden und Versöhnung, zur Hilfe zum Leben und zum Schutz der Schwachen gemeinsam gehen sollen.

Gebete, Tauferinnerung und die Fürbitten wurden von katholischen und evangelischen Geistlichen und Ehrenamtlichen gemeinsam vorgetragen. Auch die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes atmete ökumenischen Geist. Es spielte der Posaunenchor mit Bläsern aus Sulzbach und Rosenberg unter der Leitung von Doreen Deyerl, als Kantorin wirkte Dr. Sabine Morgenschweis.

Zur Person:

Prof. Johanna Haberer studierte Theologie, Germanistik und Theaterwissenschaft in München und Erlangen. Sie war Vikarin in Goldbach bei Aschaffenburg und Pfarrerin z. A. in Schongau. Danach arbeitete sie als Journalistin für Presse und Rundfunk. Von 1997 bis 2001 war sie Rundfunkbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Seit 2001 ist Haberer an der Universität Erlangen-Nürnberg Professorin für Christliche Publizistik am Fachbereich Theologie.


Drei Fragen an Prof. Johanna Haberer:

Was bedeutet Ihnen Anna, die Mutter Mariens?

Ich bewundere die biblischen Frauen und predige sehr gern über sie. Sie stehen für die Zukunft der Schöpfung. Meine Tochter heißt Maria und mit erstem Namen Anna.

Luther lehnte Wallfahrten ab, aber unter Evangelischen kommt das Pilgern immer stärker in Mode. Wie stehen Sie dazu?

Luther lehnte Wallfahrten nicht ab. Luther lehnte auch das Fasten und das Beichten nicht ab. Martin Luther wollte nur nicht, dass sich die Christen diese religiösen Handlungen als ablassfähige Leistungen anrechnen.
Niemand bestreitet, dass es für den Glauben eine wundervolle Übung sein kann, zu pilgern. Wir dürfen, wir müssen nicht. Denn Gott liebt uns auch ohne religiöse Leistung – das würde Luther sagen.
Ich werde noch irgendwann einmal den Jakobsweg gehen!

Welche Bedeutung hat die Ökumene für Sie?

Diese Frage hat Prof. Haberer nicht ausdrücklich beantwortet, aber ihre Predigt auf dem Annaberg ist wohl Antwort genug.

Gottesdienst „Unser Kreuz hat keine Haken“

ChristusKreuzHaken„Unser Kreuz hat keinen Haken“ war das Thema des Hauptgottesdienstes in der Christuskirche. Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz spannte einen großen bunten Regenschirm auf und wies auf den Spruch hin, der darauf stand: „Gottes Farben für Toleranz und Vielfalt - Evangelische Kirche“. Das sei eine klare Absage an eine einfarbige Welt - erst recht, wenn diese braun ist und die Einfarbigkeit mit Gewalt und Terror durchgesetzt werden soll. Zugleich sei es die Aufforderung, mit den eigenen Farben einen Beitrag zu einer bunten Welt zu leisten.

Alle Menschen sind anfällig für extremistische Ansichten, stellte Dr. Kurz in seiner Predigt fest, zumal Extremisten häufig Lösungen präsentieren, die auf den ersten Blick einfach und einleuchtend sind. Meist stellen sich die Extremisten als die Guten, die Fürsorglichen dar. Die Menschen auf der anderen Seite hingegen seien gar keine Menschen mehr, die hätten kein Recht auf Leben und müssten weg.

Aber in den Augen Gottes ist jeder Mensch kostbar, betonte der Prediger, deshalb achten Christen die Würde jedes einzelnen. Aus Gottes Sicht sind alle Menschen Schwestern und Brüder, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Religion oder Gesinnung. Deshalb heißt es im Doppelgebot der Liebe: Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst, also nicht nur den Genossen oder gar den „Volksgenossen“.

Die Kirche wolle ihren Einfluss nicht auf Kosten anderer ausweiten, sondern trete dafür ein, dass die Welt bunt bleibt. Zu einer bunten Welt gehören auch Farben, die sich von der eigenen deutlich unterscheiden. Deswegen sei auch der Regenschirm gerade nicht evangelisch-violett, sondern bunt. „Denn unsere Welt ist bunt wie der Regenbogen, der leuchtend am hohen Himmel stand“, schloss der Geistliche.

„Wir erleben Hetze gegen Angehörige anderer Religionen. Gott, gib uns Furchtlosigkeit für klare Positionen gegen diesen Ungeist“, erbaten Dr. Kurz und Lektorin Gabi Müller in den Fürbitten.

Lektoreneinführung Gabi Müller und Achim Groth

IMG 0026„Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende.“ Diese Sätze Jesu Christi stehen in Matthäus 9, 37-38. Dem Ruf, bei der Ernte mitzuarbeiten, sind Gabi Müller und Achim Groth gefolgt: Ihnen wurde in der Christuskirche das Amt des Lektors übertragen.

Dekan Schötz hatte sie für das Amt vorgeschlagen und vom Amt für Gemeindedienst wurden sie ausgebildet. Im Mai 2016 haben beide ihre Ausbildung mit dem Kolloquium abgeschlossen. Sie haben sich bereit erklärt, den Lektorendienst im Rahmen ihrer Dienstordnung auszuüben. Dazu gehören die selbständige Leitung von Gottesdiensten und die Verkündigung auf der Grundlage von Lesepredigten.

Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz predigte über Markus 4, 26-29. Dieses Gleichnis berichtet vom Sämann, der sät, aber nicht weiß, warum die Saat aufgeht, und gelassen wartet, bis die Ernte reif ist. Dazu muss er den Samen aus der Hand geben und Vertrauen haben. Das Reich Gottes, führte der Geistliche aus, beginnt da, wo der Mensch Vertrauen gibt und Freiheit bekommt. Das Reich Gottes verspreche eine reiche Ernte, eine Ernte, die Gelassenheit, Sorglosigkeit, Vertrauen und Freiheit belohnt.

Der Prediger wünschte den neuen Lektoren den Gleichmut des Sämanns, gelassen abzuwarten, ob die Saat aufgeht und das gepredigte Wort etwas verändert.
Dann fragte Pfarrer Dr. Kurz Gabi Müller und Achim Groth, ob sie bereit sein, den Dienst als Lektoren treu und gewissenhaft zu tun zur Ehre Gottes und zum Besten der Gemeinde. Die Lektoren antworteten: „Ja, mit Gottes Hilfe.“ In den Fürbitten bat der Pfarrer Gott darum, Groth und Müller und alle, die Gottes kraftvolles, wahres Wort weitersagen, zu begeistern, sie mit seiner Liebe zu erfüllen und ihnen den Mut und die Gelassenheit zu schenken, sich ihm zur Verfügung zu stellen.

Nach dem Gottesdienst gratulierte die ganze Gemeinde den neuen Lektoren und wünschte ihnen alles Gute für ihren Dienst.

Anmeldung registrierter Benutzer

spruchlogo-webSie suchen

einen Taufspruch?

einen Konfirmationsspruch?

einen Trauspruch?

Einfach klicken und auswählen.

Aktuelle Seite: Startseite HF 1 Verkündigung Gottesdienste