Infoabend zum Weltgebetstagland 2018 Surinam

Gottes Schöpfung ist sehr gut!

wgtWissen sie wo Surinam liegt? Nein? Und wissen sie was die Frauen dort bewegt? Wie sie leben? Nein?

Diese Fragen wurden am vergangen Montag im Gemeindesaal der Christuskirche beantwortet. Das Team um Katja Deyerl von der Christuskirche und Christine Pilhofer von St. Marien hatte dazu eingeladen.

Nach der Begrüßung durch Hausherrin Heidrun Schötz wurden die Frauen Zeugen davon, wie gut Gottes Schöpfung ist.
Während der Lesung des Schöpfungsberichtes aus 1.Mose1 legte Katechetin Angelika Masi-Geißner ein Bodenbild aus Tüchern, Blumen und Tieren. „Und siehe es war sehr gut“.

Vom großen Ganzen ging der Blick auf das kleine Land Surinam. Im Nordosten Südamerikas gelegen, zwischen Guyana, Brasilien und Französisch-Guyana, leben dort  rund 540.000 Menschen. Dank seines subtropischen Klimas ist eine vielfältige Flora und Fauna entstanden mit  üppigen Riesenfarnen, farbenprächtigen Orchideen und über 1.000 verschiedenen Arten von Bäumen. Rund 90 Prozent Surinams bestehen aus tiefem, teils noch vollkommen unberührtem Regenwald. Ameisenbären, Jaguare, Papageien und Riesenschlangen haben hier ein Zuhause gefunden. Surinams Küsten eignen sich zwar nicht als Badestrände, dafür legen an den unberührten Stränden des Galibi-Naturreservats riesige Meeresschildkröten ihre Eier ab.

Aber nicht nur die Sonnenseiten dieses traumhaften Landes interessierten die Besucher und das Vorbereitungsteam.

Besonders die Lebensumstände wurden, untermalt durch eine Bilddokumentation, von Inge Maier und Bernadette Gebel erörtert.

So lebt der Großteil der Bevölkerung in Küstennähe, die meisten von ihnen in der Hauptstadt Paramaribo. In dieser als UNESCO-Weltkulturerbe geschützten Stadt steht die Synagoge neben einer Moschee; christliche Kirchen und ein Hindutempel sind nur wenige Häuserblocks entfernt. Die Wurzeln für Surinams vielfältige Bevölkerung liegen in der bewegten Vergangenheit des Landes. Im 17. Jahrhundert brachten erst die Briten, dann die Niederländer Surinam unter ihre Herrschaft. Auf den Plantagen der Kolonialherren schufteten die indigene Bevölkerung und bald auch aus Westafrika verschleppte Frauen und Männer. Ihre Nachkommen stellen heute mit den Maroons und Kreolen die größten Bevölkerungsgruppen. Nach dem Ende der Sklaverei 1863 warben die Niederländer Menschen aus Indien, China und Java als Vertragsarbeiter an. Neben europäischen Einwanderern zog es Menschen aus dem Nahen Osten und den südamerikanischen Nachbarländern nach Surinam.

Nach so viel geistlicher und geistiger Nahrung ging es zu den kulinarischen Köstlichkeiten.Dank fleißiger Hände des katholischen Frauenbundes war ein Buffet entstanden, das die vielfältige Küche des Landes widerspiegelte.

Verabschiedet wurden die Frauen mit dem Segen Gottes und dem obligatorischen Weltgebetstagliedes „Der Tag ist um, die Nacht kehrt wieder“. Hier ein besonderer Dank an den einzigen Mann an diesem Abend, unseres Musikers Stefan, der die Lieder auf dem Klavier begleitete.

Am 2. März um 19.00 Uhr findet in der Christuskirche der Gottesdienst zum Weltgebetstag mit der Liturgie der surinamischen Frauen aus fünf christlichen Konfessionen statt. Musikalisch begleitet wird er vom Gospelchor „Voices of Joy“ aus Sulzbach-Rosenberg unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Gerd Hennecke.