Christuskirche Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Herzogstadt

Evang.-Luth. Kirchengemeinde Christuskirche

- Kirchenvorstand -
Pfarrplatz 6
92237 Sulzbach-Rosenberg

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Kirchenvorstandssitzung Pfarrer Dr. Roland Kurz
Sulzbach-Rosenberg: Evang.-Luth. Dekanat

Eröffnung der 60. Aktion Brot für die Welt in Bayern

In den bitteren Nachkriegsjahren erhielt Deutschland Lebensmittel aus dem Ausland, damit die Menschen nicht verhungerten. Wichtig vor allem für die Kinder war das Milchpulver, dass die US-Amerikaner in großen Dosen herbrachten. So eine Dose stand vor dem Altar der Christuskirche zur Erinnerung und Mahnung. Deutschland bekam Hilfe in der Not, und heute helfen Deutsche anderen Menschen in Not.

Mit einem bewegenden Gottesdienst wurde die 60. Aktion Brot für die Welt in der Christuskirche eröffnet. Dieses Gotteshaus war dafür ausgewählt worden, weil der Dekanatsbezirk Sulzbach-Rosenberg seit 40 Jahren die Arbeit der brasilianischen evangelisch-lutherischen Kirche im indigenen Gebiet Guarita in Südbrasilien unterstützt. Deshalb hatte der Gottesdienst auch brasilianische Elemente. Die Gemeinde sang ein brasilianisches Magnificat, und die Kyrierufe hatten die südamerikanischen Partner verfasst.

Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, die ständige Vertreterin des Landesbischofs, ging in ihrer sehr emotionalen Predigt der Frage nach, was ein „Held der Gerechtigkeit“ sei. Die Supermänner aus den Comics, stellte sie fest, haben übermenschliche Kräfte und futuristische Waffen, aber das Wesentliche fehle ihnen. Jesus Christus hingegen sei wirklich ein Held der Gerechtigkeit. Er habe sich nämlich den Erwartungen widersetzt, die an ihn gestellt wurden. Er machte sich klein, um sich um die Menschen im Elend zu kümmern. „Gottes Gerechtigkeit“, schloss sie, „ist der Hammer, der vom Himmel fällt und uns nicht erschlägt.“

Pfarrer Michael Bammessel, der Präsident des Diakonischen Werks Bayern, stellte die 60. Aktion Brot für die Welt vor. Unter dem Motto „Hunger nach Gerechtigkeit“ geht es nicht nur darum, dass die Menschen genug zu essen haben, sondern auch darum, ihre Würde zu schützen. Ganz wichtig sei dafür Bildung. Das aktuelle Plakat von Brot für die Welt zeigt deshalb eine „Würdesäule“, die aus Büchern besteht. An den Wänden hingen Plakate, die die kontinuierliche Arbeit von Brot für die Welt seit 60 Jahren, zugleich aber auch die Entwicklung vom reinen Kampf gegen den Hunger hin zum Engagement für Rechte, Frieden und Freiheit zeigen.

Sehr bewegend waren auch die Fürbitten, die der Riedener Pfarrer Klaus Eberius, der Beauftragte des Dekanats für Brot für die Welt, zusammen mit engagierten Christen präsentierte. Für jede Fürbitte wurde ein Brot auf den Altar gelegt. Da gab es ein Brot des Lebens, des Friedens, der Gastfreundschaft, der Gerechtigkeit und der Hoffnung.

Der Gospelchor „Voices of Joy“ unter der Leitung von KMD Gerd Hennecke und die Posaunenchöre der Christuskirche und des CVJM Rosenberg, dirigiert von Doreen Deyerl, gaben dem Gottesdienst einen sehr festlichen musikalischen Rahmen.

Regierungspräsident Axel Bartelt, Landrat Richard Reisinger, Bürgermeister Michael Göth und Walter Schnell, der Vizepräsident der Landessynode, stimmten in ihren Grußworten darin überein, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern auch Gerechtigkeit braucht. Jeder könne Hoffnung schenken und mit einer Spende dazu beitragen, die Welt etwas menschlicher zu machen.

Im Gemeindesaal unter der Christuskirche war die Gemeinde dann zum Mittagessen eingeladen. Es gab Feijoada, einen brasilianischen Eintopf aus schwarzen Bohnen. Außerdem informierte Brot für die Welt über verschiedene Projekte und bot Kunsthandwerk des indigenen Volks der Kaingang an.

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