Christuskirche Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Herzogstadt

Evang.-Luth. Kirchengemeinde Christuskirche

- Kirchenvorstand -
Pfarrplatz 6
92237 Sulzbach-Rosenberg

Die Hößler-Orgel der Sulzbach-Rosenberger Spitalkirche

Musikalischer Advent aus dem Dekanat Sulzbach-Rosenberg

Passion und Musik

Bläserserenade im Dekanatsgarten

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Endlich. Gemeinsames Musizieren ist wieder möglich. Auch der Posaunenchor der Christuskirche probt wieder – und tritt wieder auf. Bei einer Bläserserenade im Dekanatsgarten hinter der Christuskirche zeigten die zwanzig Bläser, dass sie trotz der Einschränkungen durch die Pandemie nichts verlernt haben. Sogar die Jungbläser, die teilweise erst nach dem Lockdown mit ihrer Ausbildung begonnen hatten, spielten fröhlich bei den meisten Stücken mit.

Unter dem sorgsamen, sehr klaren Dirigat von Doreen Deyerl gelang ein harmonisches Zusammenspiel mit spürbarer Feude am Musizieren. Ob bei Chorälen wie „Lobe den Herrn“ und „Nun danket alle Gott“, die in unterschiedlichen schönen Sätzen dargeboten wurden, oder schwungvollen Gospels wie „Oh, when the saints go marching in“, wo der mitreißende Rhythmus gleich in die Beine ging, immer applaudierte das Publikum dankbar, und zum Schluss hörte man von einer zufriedenen Zuhörerin ein leises: „Wunderschön“.

Christuskirche: Neue Orgel

Orgel Christus 3Manche Leute finden auf der Straße einen Glückspfennig. Andere finden eine Orgel. Das ist Dekanatskantor KMD Gerd Hennecke passiert.

Der Fund war Zufall. KMD Gerd Hennecke ist nicht nur Dekanatskantor, sondern auch Orgelsachverständiger der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche. In dieser Funktion war er im Mai letzten Jahres in Niederbayern zu einer Orgelabnahme. Der Orgelbauer erzählte ihm eine traurige Geschichte. In Nürnberg stehe eine kleine Orgel, die niemand mehr brauche und die wohl jetzt weggeworfen werde. Da wurde Hennecke hellhörig.

Er fuhr noch am selben nach Nürnberg zum Martin-Luther-Haus, einer Jugendhilfeeinrichtung, wo die Orgel jahrelang unbenutzt ein Schattendasein führte. Die Sekretärin der Einrichtung wusste nicht einmal, dass es das Instrument gab! Gebaut wurde es 1959 für das Mädchenheim der Nürnberger Stadtmission von der weltbekannten Orgelbaufirma Walcker aus Ludwigsburg als Opus 3383. Trotzdem war Hennecke zuerst skeptisch. Damals war nämlich eine Zeit großer Umbrüche im Orgelbau. Wenig später hätte man beim Bau viel Plastik und minderwertiges Schichtholz verwendet. Tatsächlich ist die kleine Walcker-Orgel aber sehr solide aus gutem Holz gebaut und, was Hennecke besonders freut, mit einem großen Bassregister ausgestattet. Außerdem verfügt sie über fünf Register, die über das Manual gespielt werden. „Ich hörte gleich, da lässt sich etwas daraus machen“, erinnert er sich an die Entdeckung. Zuerst dachte er, das sei die ideale Orgel für das Andreas-Raselius-Haus in Hahnbach. Beim genauen Messen zeigte sich aber, dass sie dafür etwa 10 cm zu hoch ist.

Eile war geboten, weil im Luther-Haus renoviert werden sollte und deshalb die Orgel sofort abgebaut werden musste. Kurios: Beim Abbau fand Hennecke unter der Motorkiste ein Mäusenest und daneben ein Spielzeugauto. Sind die Mäuse mit dem Auto in die Orgel eingezogen?

Hennecke lagerte das Instrument in Einzelteile zerlegt erst einmal ein, suchte einen Aufstellungsort und kümmerte sich um die Finanzierung. Denn die Orgel selbst kostete zwar nichts, aber für den Transport, den Aufbau und die Neuintonation sind Kosten in Höhe von rund 3.800 Euro angefallen. Das ist billiger als ein gutes Klavier, betont Hennecke und dankt mehreren musikbegeisterten Spendern, die schon 3.500 Euro aufgebracht haben.

Orgel Christus 4Inzwischen hat sich auch ein guter Platz gefunden. Die kleine Walcker-Orgel steht jetzt in der Christuskirche auf der Seitenempore ganz vorn, wo sie zukünftig für Taufen, Hochzeiten und Andachten benutzt wird. „Das ist ideal für die musikalische Gestaltung von kleinen Gottesdiensten, wenn der Pfarrer nicht mit dem Mikrophon spricht“, erläutert der Kantor. Außerdem hat sich der Ort als akustisch hervorragend für das Begleiten von kleinen Chorgruppen und Solisten erwiesen.

Hennecke denkt auch in die Zukunft. Die Elektrik der großen Schmid-Weigle-Orgel muss saniert werden, weil sie nicht mehr den Vorschriften entspricht. In dieser Zeit kann dann die Walcker-Orgel sie vertreten. Orgelbauer Rainer Kilbert aus Hönighausen hat eine Wartungs- und eine Deckenklappe in die Orgel eingebaut und sie meisterhaft in einer historischen Barockstimmung intoniert. Damit eignet sie sich jetzt hervorragend für die neuen Aufgaben.

Am Sonntag "Carnigeniti" erklang das Instrument erstmals im Gottesdienst in der Christuskirche, als Hennecke das Gesangstrio „Die drei Grazien“ daran begleitete. In den fünf Passionsandachten wird sie jeweils zusammen mit einem anderen Instrument erklingen und so ihre Vielseitigkeit beweisen. Offiziell vorgestellt wird die kleine Walcker-Orgel am 21. Februar im Gottesdienst um 9 Uhr.

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