Christuskirche Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Herzogstadt

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Frauenkreis „Die Brücke“: Vortrag über Martin Luther

BrueckeLuther2Martin Luther und die Reformation, dieses Thema ist heuer in aller Munde. Auch die Frauen vom Frauenkreis „Die Brücke“ wollten darüber mehr erfahren. Yaroslava Khotenok (vorne rechts), die Leiterin der „Brücke“, lud deshalb Siegfried Kratzer (links) vom Evangelischen Bildungswerk zu einem Vortrag ein. Fundiert und sehr lebendig berichtete Kratzer über Martin Luthers Leben, sein Denken und seine Familie. Auch Luthers Wappen, die Lutherrose, erläuterte er.

Die „Brücke“-Frauen, die überwiegend aus Osteuropa zugewandert sind, hörten interessiert zu. Wenn Kratzer sehr komplizierte theologische Fragen erläuterte, übersetzte Irina Frescher (hinten rechts) von der Diakonie seine Worte ins Russische, so dass die Frauen alles gut verstanden.

„Die Brücke“ trifft sich regelmäßig am ersten und dritten Montag im Monat um 19 Uhr im Gemeindezentrum der Christuskirche, Pfarrgasse 3. Das abwechslungsreiche Programm mit externen Referenten wird durch Feste und geselligen Austausch ergänzt. So leistet „Die Brücke“ seit 16 Jahren einen wertvollen Beitrag zur Integration der Neubürgerinnen.

Passionssingen der Trachtenvereine

Passion3Hat Jesu Leid Sinn? Welche Bedeutung hat die Passion für die Menschen heute? Diesen Fragen gingen der Heimatverein Birgland und der Heimat- und Trachtenverein „Stamm“ beim Passionssingen in der Christuskirche nach.

Vor dem Altar, unter dem lebensgroßen Abbild des gekreuzigten Christus, saßen die Musikanten der beiden Heimatvereine. Die Birgländer Sängerinnen sowie das Gesangsduo Sabine Morgenschweis und Bruni Lommer nahmen die andächtig lauschenden Besucher vom Ölberg über die Geißelung und Verspottung mit bis nach Golgatha. Tiefe Frömmigkeit prägte diese schlichten Lieder, wahres Gefühl und echtes Mit-Leiden.

Konrad Stauber trug nachdenkliche Texte vor, die die Passion in die Gegenwart holten. „Passion erfahren heißt, sein Leid vor Gott tragen und dadurch Trost finden, weil Jesus vorangegangen ist und den Tod überwunden hat“, führte der Sprecher aus.
Was Jesus vor über 2000 Jahren angetan wurde, das tun sich die Menschen auch heute tagtäglich gegenseitig an. Wie Christus am Ölberg, so leiden viele Menschen unter schmerzhafter Einsamkeit. Er wurde gegeißelt, auch wir verletzen immer wieder Menschen, zwar vielleicht nicht mit der Peitsche, wohl aber mit grausamen Worten. Vor den Augen einer neugierigen Volksmenge schleppte er sein Kreuz nach Golgatha. Die meisten gafften, nur wenige halfen. Was würden wir tun? „Gott, schärfe meinen Blick für die Ängste und Nöte meines Nächsten“, fasste Stauber zusammen.

Mit Hackbrett und Zither, Blockflöten, Gitarre und Akkordeon spielten die Musikanten im Wechsel mit Liedern und Texten besinnliche Instrumentalstücke. Da konnte man die Worte im Herzen nachklingen lassen, der Botschaft nachspüren.
Die Gemeinde sang, begleitet von den Musikanten, „O Haupt voll Blut und Wunden“. Aber das Passionssingen blieb nicht beim Schmerz stehen. „Christsein heißt, Halleluja singen zu dürfen auch im Bereich des Leides“, sagte Stauber. Manchmal komme überraschend die Freude zu den Menschen, und das sei ein kleines Zeichen für die große Freude, die die Frauen am leeren Grab erlebt haben.

Mit einem Gebet und dem Segen verabschiedete Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz die Passionsgemeinde. Menschlichkeit, Mitleid und tätige Nächstenliebe kann man aus der Passion lernen. Deshalb waren die Besucher des Passionssingen gern bereit, die Körbchen am Ausgang mit Spenden für die Ökumenische Sozialstation zu füllen.

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