Christuskirche Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Herzogstadt

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Gottesdienst zum Männersonntag

maennersonntag„Gnade – womit habe ich das verdient?“ Unter diesem Motto feierte die evangelische Gemeinde Christuskirche den Gottesdienst zum Männersonntag. Mitglieder des Evangelischen Männerbundes gestalteten die Lesungen und Fürbitten. Mit dem Versöhnungsgebet von Coventry baten die Männer um Vergebung für Hass, Habsucht und Neid in der Welt.

Dekan Karlhermann Schötz, 1. Vorsitzender des Männerbundes, begann seine Predigt über den 1. Korintherbrief mit einem Filmtitel: „Gott vergibt – Django nicht!“ Diese Gnadenlosigkeit werde als typisch männlich empfunden, falle aber auf die Männer zurück, stellte der Prediger fest. Wer privat oder im Berufsleben mit Verlusten oder auch schockierenden Erlebnissen konfrontiert werde, müsse sich seine Hilfsbedürftigkeit eingestehen und sich für das Geschenk der Gnade öffnen. Gerade im Jahr des Reformationsjubiläums müsse immer wieder an die bahnbrechende Erkenntnis Martin Luthers erinnert werden, dass die Gnade nicht durch Verdienst erworben werden könne. „Gnade – womit habe ich das verdient? Die Antwort lautet: gar nicht. Sie ist Gottes Geschenk!“, schloss Schötz.

Luther ab 1526 bedeutungslos?

grochowinaMartin Luther war ab 1526 für den Fortgang der Reformation bedeutungslos! Wirklich? Dieser provozierenden These ging Sr. Dr. Nicole Grochowina in ihrem Vortrag im Gemeindesaal der Christuskirche nach.

Jedes Jahr veranstaltet der Evangelische Männerbund Sulzbach im Oktober einen Vortragsabend zum Reformationsfest. Heuer lud erstmals auch die katholische Gemeinde St. Marien zu diesem, somit ökumenischen Vortrag ein. „Der Impuls für die Reformation ging 1517 von Martin Luther aus,“ stellte Dekan Karlhermann Schötz, 1. Vorsitzender des Männerbundes, in seiner Begrüßung fest, „aber der Reformation haben sich durchaus Andere bemächtigt.“ Welche waren das? Grochowina, Schwester der Selbitzer Christusbruderschaft und promovierte Historikerin, sagte dazu: „Schauen wir darauf, was war.“ 350 mehr oder weniger selbständige, reichsunmittelbare Territorien im Heiligen Römischen Reich, die Entstehung der zwei Weltreiche Spanien und Portugal innerhalb weniger Jahrzehnte, die Revolution der Informationstechnik durch den Buchdruck und der rasante Aufstieg der Geld- und Kreditwirtschaft – das waren die Randbedingungen für die Reformation. Nur durch den billigen Druck von Flugschriften konnte die deutsche Reformation (anders als die tschechische ein Jahrhundert zuvor) ein Weltereignis werden. Von 1521 bis 1525 gab es einen regelrechten „Flugschriftenkrieg“!

Das Reich ging gerade durch eine Verfassungskrise: Die Fürsten rangen mit dem Kaiser um die Macht. Die Reformation eröffnete die Möglichkeit, sich vom Einfluss des Papstes und des Kaisers zu befreien. Friedrich der Weise, sächsischer Kurfürst, war einer der mächtigsten Reichsfürsten. Er verbot schon 1517 den Verkauf von Ablassbriefen – aber nicht, weil er den Ablass ablehnte, sondern weil er für die Besichtigung seiner eigenen Reliquiensammlung selbst Ablässe verkaufte! Papst Leo X. wollte Friedrich zum Nachfolger des verstorbenen Kaisers Maximilian I. machen, und dass der den aufmüpfigen Theologen Martin Luther an seiner Universität in Wittenberg lehren ließ, spielte offensichtlich keine Rolle. Der Wormser Reichstag, auf dem Luther seine Lehren so eloquent verteidigte, endete mit dem „Wormser Edikt“, das die Reichsacht über Luther und alle seine Anhänger verhängte. Aber nicht einmal in den Fürstbistümern wurde das Edikt umgesetzt – so konnte die Stadt Erfurt lutherisch bleiben, obwohl sie dem Bischof von Mainz unterstand.

Dass diese Situation unhaltbar war, wurde schließlich 1526 auf dem Reichstag von Speyer offen eingestanden. Stattdessen führte man das landesherrliche Kirchenregiment ein, also die Regelung, dass die Bevölkerung eines Territoriums die Konfession des Landesherrn annehmen oder auswandern musste. In den evangelischen Ländern bedeutete das auch, dass der Landesherr gleichzeitig Kirchenoberhaupt war. Damit war Luther die kirchliche Ordnung in den lutherischen Gebieten aus der Hand genommen.
Ist er dadurch bedeutungslos geworden? Politisch vielleicht, aber theologisch war er weiterhin wirkmächtig. Einige der wichtigsten lutherischen Bekenntnisschriften, beispielsweise der Kleine Katechismus, entstanden in dieser Zeit. Uneingeschränkt richtig ist die Eingangsthese also nicht.

Evangelischer Männerbund Sulzbach: Jahreshauptversammlung

evMaenner2Auf ein erfolgreiches Jahr blickte der Evangelische Männerbund Sulzbach bei seiner Jahreshauptversammlung zurück. Zwar konnte der Mitgliederstand nicht gehalten werden, aber der Verein ist auf einem guten Weg bei der Werbung neuer Mitglieder.

„Der Altersdurchschnitt unseres Männerbunds ist recht hoch, und das ist gut so!“, stellte Dekan Karlhermann Schötz, der 1. Vorsitzende der Vereins, fest, denn dadurch komme ein großer Reichtum an Lebenserfahrung zusammen. Das könne man am Vorstand des Männerbunds sehen. Die meisten Vorstandsmitglieder seien zwischen 70 und 80 Jahre alt. Sie zeigen hohen Einsatz, denken mit, sind flexibel, hören einander zu und sind für einander da.

Im Alter, führte der Vorsitzende aus, sind Beziehungen und Gemeinschaft ganz wichtig. Da leiste der Männerbund sehr gute Arbeit. „Mit dem Männerbund kannst du alt werden“ könnte eine Werbestrategie sein, denn mit diesem Verein sei man nicht allein. Die Familiennachmittage, Ausflüge und Urlaubsfahrten ermöglichen alten und jungen Menschen Austausch und Ansprache.

Trotzdem müsse der Männerbund auch Vorsorge für die Zukunft treffen und neue Mitglieder suchen, die sich einbringen und bereit sind, sich in der Gemeinschaft zu engagieren. Der Dekan bat die Mitglieder sich zu erheben und ehrte die im letzten Jahr Verstorbenen mit einem Augenblick der Stille und einem Gebet.

Der 2. Vorsitzende Andreas Weber hielt den Rechenschaftsbericht des Vorstands. Er hieß die Neumitglieder willkommen, betonte aber, dass weiterhin verstärkte Anstrengungen zur Mitgliedergewinnung nötig seien. Der Geburtstagsbesuchsdienst brauche Unterstützung, ebenfalls das Gemeindebriefteam. Weber dankte der großen Schar freiwilliger Helfer, die immer wieder Hand anlegen. Es mache Spaß, mit einer personell gut besetzten Mannschaft zusammenzuarbeiten. Dann ließ er die vielen gelungenen Veranstaltungen des letzten Jahres Revue passieren und stellte kurz das Programm für 2015 vor. „Gemeinsam und mit Gottes Hilfe werden wir auch heuer wieder die uns abverlangten Maßnahmen unverzagt angehen“, sagte der 2. Vorsitzende.

Weber berichtete auch über das Freizeitheim in Oed. Dank des tatkräftigen Engagements der Heimverwalter Anneliese Luber, Christoph und Christine Fischer sei das Haus gut in Schuss. Es werde jetzt zusammen mit dem Heim auf dem Knappenberg im Internet angeboten. Dadurch werden mehr Interessenten darauf aufmerksam. Das komme der Auslastung zugute.

Einen Überblick über die insgesamt erfreuliche Kassenlage gab die Kassiererin Karin Aulinger. Dann entlastete die Mitgliederversammlung den Vorstand einstimmig.

„Hier wird Verantwortung gelebt“, hob Bundesbruder Michael Göth, der 1. Bürgermeister der Herzogstadt, hervor. Während des ganzen Jahres sei der Männerbund der Anlaufpunkt für seine Mitglieder. Er dankte für die gute Zusammenarbeit mit dem Männerbund und der Kirchengemeinde. Dann überreichte er dem Vorstand eine Spende.

Mit einem Jahresrückblick in vielen Fotos schloss die Mitgliederversammlung. Die Jahreshauptversammlung der selbständigen Sterbekasse schloss sich an.

Lutherbonbons

LutherbonbonsAm 31. Oktober ist Reformationstag. „Bei uns gibt es Süßes“, erklärte Andreas Weber, 2. Vorsitzender des Evangelischen Männerbunds Sulzbach, schmunzelnd. Schon seit Jahren besorgt Weber rechtzeitig vor dem Reformationstag viele Tüten mit Lutherbonbons, die er Grete Wedel, der Leiterin des Schulreferats im Dekanat Sulzbach-Rosenberg, übergibt. Wedel leitet die Bonbons weiter an die evangelischen Religionslehrkräfte im Stadtgebiet, die sie an die Schüler verteilen.

Das ist oft Anlass, die Reformation im Religionsunterricht zu behandeln, berichtete Wedel. „Die Kinder wissen, dass sie die Lutherbonbons bekommen, sie warten schon darauf und freuen sich“, sagte die Referatsleiterin dankbar.

Auch beim Festvortrag und dem Gottesdienst zum Reformationsfest werden Lutherbonbons verteilt, „damit die Leute wissen, warum nächstes Jahr am 31. Oktober Feiertag ist!“, ergänzte Dekan Karlhermann Schötz, 1. Vorsitzender des Männerbunds.

Nähere Informationen zu Martin Luther, der Reformation und auch über Halloween gibt es unter www.lutherbonbon.de.

Sommerfest in Oed

oed2Wahre Besucherströme pilgerten zum diesjährigen Sommerfest des Evang. Männerbundes Sulzbach nach Oed hoch über dem Lehenbachtal, wo im vereinseigenen Jugend- und Freizeitheim bei angenehmen Temperaturen und genügend Sonne gemütlich gefeiert wurde. Dieser Festtag mit seiner schon jahrzehntelangen Tradition begann mit einem Festgottesdienst im Hof des Heimes unter schattenspendenden Pavillons, wo der 1. Vors. des Männerbundes, Dekan Karlhermann Schötz vor einer großen Gottesdienstgemeinde predigte.

2. Vorsitzender Andreas Weber konnte zum Gottesdienst neben einigen Mitgliedern  des Kirchenvorstandes  auch viele Vereinsabordnungen begrüßen. Unter den zahlreichen Gästen waren Abordnungen des Evang. Männerbundes Rosenberg, der Naturfreunde, der Betriebsportgruppe Post, des Deutschen Alpenvereins, sowie des Trachtenvereins „Erz- und Eisenwalzer- Boum“ und viele weitere.

In seiner Ansprache verwies Weber darauf, dass 1974 das Jugend- und Freizeitheim in Oed als kompletter Neubau eingeweiht wurde und demnach seit 40 Jahren Unterkunft bietet. Andreas Weber las anschließend aus dem Matthäus-Evangelium die Seligpreisungen aus der Bergpredigt ergänzt durch gemeinsame Paul-Gerhardt-Lieder, die Dekan Schötz auf seiner Gitarre begleitete.

oed1Dekan Karlhermann Schötz stellte  seiner Predigt ein Wort aus Psalm 19 voran, wo es heißt: „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes und das Firmament verkündet seiner Hände Werk“. Mit Hinweis auf ein altes slowakisches Märchen behandelte er das Thema Salz. Denn Jesus sagte zu uns „Ihr seid das Salz der Erde“. „Wir alle sind es hier, wir sind als Mitarbeiter der Gemeinde, so wertvoll wie das Salz. Mit so viel Wertschätzung denkt Gott über uns. Wenn Jesus dies von uns sagt, erinnert er uns daran, wie wichtig und notwendig jeder von uns für diese Erde ist. Die Erde braucht Menschen, die tun was Jesus vorgelebt hat. Menschen die Frieden stiften, die sanftmütig  und barmherzig sind, wie Jesus es in seiner Bergpredigt an-klingen ließ. „ Wenn Jesus zu uns sagt „ Ihr seid das Salz der Erde“ dann ermutigt er uns alle, als Salz der Erde unserer Bestimmung zu folgen. Er ermutigt uns, das zu sein, was wir schon sind: Salz das salzt, sogenannte Salzmenschen“. Der Dekan verwies dabei auf eine große Schar Ehrenamtlicher in den kirchlichen Kreisen, die sich Jahrzehnte engagieren, um solche Feste wie in Oed  zu feiern, oder als Besuchsdienst- und Chormitglied, als Helfer in Gottesdiensten usw. als gute Salzmenschen zu wirken. „ Wir dürfen mit unserer Würze das Leben bereichern und geschmackvoll machen. So wie der Männerbund das Leben in der Kirchengemeinde und in Sulzbach mit seinen Veranstaltungen bereichert. Wir sind als Kinder Gottes das Salz der Erde, von Gott begabte Menschen. An diese Zusage Gottes soll uns dieser Salzstreuer erinnern, den sie heute als Gottesdienstbesucher vom Männerbund erhal-ten, damit Sie nicht vergessen „ Ihr seid das Salz der Erde“, so der Dekan abschließend. Die über einhundert kleinen Salzstreuer mit der Aufschrift „ Ihr seid das Salz der Erde“, wur-den durch die Männerbundhelfer anschließend an die Gottesdienstbesucher verteilt.

Im gemeinsamen Fürbittengebet erbaten der Männerbundvorsitzende Dekan  Karlhermann Schötz und sein Stellvertreter Andreas Weber Frieden in einer solidarischen Gemeinschaft, wo Menschen miteinander Freud und Leid teilen und in der christlichen Gemeinde neue Kräfte sammeln können.

Andreas Weber dankte den zahlreichen Helfern, innerhalb und auch außerhalb der Vor-standschaft die wieder viele Stunden ehrenamtlichen Einsatz leisten mussten. Er verwies darauf, dass solche Feste nur gelingen können, wenn beste Gemeinschaftsarbeit, wie man sie beim Männerbund Sulzbach vorfindet, geleistet wird. Sein Dank galt auch einigen Sponsoren. Das Arbeitsteam hatte wieder reichlich Spezialitäten für alle Besucher vorbereitet. Das Angebot  reichte von Bratwürsten und Steaks vom Grill über Schäuferle und Knöcherln mit Kraut, bis hin zum  Torten- und Kuchenbüffett mit Oeder Kücheln für die Kaffeegäste am Nachmittag.
Viele Gäste und Mitglieder konnten deshalb voll des Lobes für das schöne Fest mit einer Maß Fuchsbeck-Bier vom Faß genüsslich anstoßen. Unter dem grünen Laubdach und in den Pavillons ließ es sich herrlich bis zum Abend feiern.

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