Christuskirche Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Herzogstadt

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Christuskirche: Am Anfang war das Wort

Undurchdringliche Urwälder bedeckten die Nordfiluse, das Land an der Vils vor über 1200 Jahren. Das raue Klima, wilde Tiere und Räuberbanden bedrückten die wenigen Menschen, die in ärmlichen Weilern ihr Leben fristeten. In diese Düsternis brachte der angelsächsische Missionar Wunibald das Licht des Christentums.

Kirchenmusikdirektor Gerd Hennecke hat aus der Legende des Hl. Wunibald ein überwältigendes Multimedia-Schauspiel gestaltet. Mit Lesungen, Filmen, Schauspiel und großartiger Musik erweckte Hennecke eine längst vergangene Zeit wieder zum Leben. Pfarrer Konrad Schornbaum gab dazu eine knappe historische Einführung.

Wunibald2Eine monumentale, geradezu gewaltige Improvisation mit grabestiefen Bässen von der Orgel eröffnete den Abend und nahm die Zuhörer mit ins Jahr 701. Damals wurde Wunibald in der englischen Region Wessex geboren. Autorin Christina Wagner hatte sich intensiv mit dem Heiligen beschäftigt und sein Leben zusammengefasst. Über Wunibald und seine Geschwister Willibald und Walpurga gibt es eine Lebensgeschichte der Nonne Hugeburc, die die drei Heiligen kannte und Ende des 8. Jahrhunderts ihre Viten niederschrieb. Wagner erzählte die Lebensgeschichte Wunibalds aus der Sicht Hugeburcs, und die fromme Frau (Felicitas Groth) trat auch selbst auf.

Wunibald pilgerte von England nach Rom, ging zurück nach England um weitere Gefährten zu werben und zog dann mit Bonifatius, seinem Onkel, nach Germanien, um die Heiden zu missionieren. Erst wirkte er in Thüringen, dann in der heutigen Oberpfalz. Die ehemalige Martinskirche in Ermhof stammt aus der Zeit, als Wunibald sich hier aufhielt. 761 starb er in Heidenheim in dem Kloster, das sein Bruder Willibald gegründet hatte.
Wunibald war zeit seines Lebens unterwegs, und das zeigten auch die Filme, die sein Leben und Wirken illustrierten. Jugendliche von der Evangelischen Jugend zeigten in klaren Schwarz-Weiß-Aufnahmen seinen langen Weg, sein unermüdliches Eintreten für den Glauben und die Mühen der Mission.

Aus Wunibalds Zeiten ist keine Musik überliefert. Hennecke hat für die musikalische Gestaltung des Abends Stücke von der Frührenaissance bis zur Moderne ausgewählt. So unterschiedlich sie waren, ergänzten sie doch Text und Bilder perfekt, weil sie die Aussage betonten und verdeutlichten.
Die Kantorei sang, von Hennecke am Piano begleitet, diese Chorsätze. Unter seinem Dirigat agierten die rund 25 Sängerinnen und Sänger geschmeidig und souverän. Obwohl zahlenmäßig nicht so stark besetzt wie die Frauen, überzeugten auch die Männerstimmen mit Volumen und Wohlklang. Aufwühlend in seiner expressiven Emotionalität waren die „Lamentations of Jeremiah“, Kraftvolle Dynamik und ein bewegender Ausdruck kennzeichneten das norwegische Volkslied „Ned i vester soli glader“. Besonders schön war hier der Einsatz der Röhrenglocken, mit denen Ben Hartmann den Gesang akzentuierte.

Als der letzte Ton verklang, ließen die Zuhörer Musik, Bilder und Texte noch einen Moment nachwirken, ehe sie stürmisch applaudierten. KMD Gerd Hennecke bezeichnete die Aufführung als Generalprobe, denn am 8. Juni um 21 Uhr wird das Konzertereignis am Originalschauplatz, der Ruine der Martinskirche in Ermhof, erneut aufgeführt. Dazu lud der Musiker bereits jetzt herzlich ein.

Konzert mit Bergknappen und Gospelchor

„Menschen begeistern!“ ist das Motto des Benefizkonzerts der Bergknappenkapelle der Stadt Sulzbach-Rosenberg, das heuer schon zum fünften Mal in der Christuskirche stattfand. Spielend gelang es den Bergknappen, dieses Versprechen einzulösen.

Mit donnernder Pauke und einem frischen Hornsolo begann die „triumphale Fanfare“ des Schweizer Komponisten Franco Cesarini, die das Konzert eröffnete. Das Stück umspielt ein einziges Thema, das aber in verschiedensten Variationen aller Instrumentengruppen, so dass es nie langweilig wird. Im „Capriccio für Klarinette“ des tschechischen Komponisten Ctibor Letošník zeigte Solist Reiner Vogel den enormen Tonumfang und die ungeheure Beweglichkeit seines Instruments. Dirigent Gerhard Böller, der erst zur Generalprobe für den verhinderten Stadtkapellmeister Johannes Mühldorfer eingesprungen war, ließ die Kapelle flott, aber zurückhaltend musizieren, so dass die Soloklarinette mit ihren rasenden, balkanisch anmutenden Läufen sehr gut zur Geltung kam. Ganz anders „Oregon“ von Jacob de Haan: Diese musikalische Schilderung einer Zugfahrt durch das wilde, im Nordwesten der USA gelegene Oregon ist dramatisch und eindeutig der amerikanischen Musiktradition verpflichtet. Unterbrochen von leisen, melancholischen Zwischenspielen durften Bläser und Schlagzeuger hier im vollen, satten Bigband-Sound schwelgen.

Als Gäste hatten die Bergknappen zum wiederholten Mal den Gospelchor „Voices of Joy“ unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Gerd Hennecke eingeladen. Der bestens aufgelegte Chor sang a-capella den Gospel „Honor“ mit Schwung und sauberer Intonation. Bei einem norwegischen Dankgebet kam als Begleitung eine Röhrenglocke in D zum Einsatz, die in der vollen Kirche einen bezaubernden Effekt erzeugte. Gemeinsam brachten Bergknappenkapelle und Gospelchor ein flottes Medley mit Beatles-Songs von „Hello, Goodbye“ über „Ticket to Ride“ und „Penny Lane“ bis zu „Can‘t Buy Me Love“. Leider konnten insbesondere die schwach besetzten Männerstimmen sich nicht immer gegen das Orchester durchsetzen, aber das Medley war so schwungvoll arrangiert und lustvoll gespielt und gesungen, dass im Kirchenraum alle Füße wippten, zumal die meisten Zuhörer die Songs auch hätten mitsingen können.

Ein starker Kontrast dazu war Johann Sebastian Bachs „Jesu meine Freude“, mit dem Chor und Orchester den zweiten Teil eröffneten. Auch diesen Klassiker kennt eigentlich jeder, aber von einem Blasorchester gespielt ist er doch sehr ungewöhnlich. Ob das Arrangement des belgischen Komponisten Jos Morenhout Bach wohl gefallen hätte?

Mit zwei Medleys aus „My Fair Lady“ und aus Liedern von Neil Diamond und Tom Jones steuerte die Bergknappenkapelle dann den Höhepunkt des Abends an: den Marsch „Military Escort“ von Harold Bennett. John Philipp Sousa, der Schöpfer des unsterblichen „Stars and Stripes Forever“, soll gesagt haben, er wünschte, er hätte „Military Escort“ geschrieben. So schmissig und dynamisch ist dieses Stück. Danach konnte es keine Steigerung mehr geben, so dass sich Chor und Orchester mit „Der Mond ist aufgegangen“ verabschiedeten, bei dem das Publikum kräftig mitsang.

Zum Thema:

„Wenn etwas drei Mal stattgefunden hat, ist es Tradition“, zitierte Gastgeber Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz einen populären Sulzbach-Rosenberger Kommunalpolitiker. Mit der fünften Auflage sei das Konzert der Bergknappen in der Christuskirche somit als Traditionsveranstaltung etabliert. Raiffeisenbank-Vorstand Erich Übler erinnerte an den 200. Geburtstag des Begründers der Genossenschaftsidee, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, dem derzeit eine sehenswerte Ausstellung im Rathaus gewidmet ist. Um den Gedanken der Gemeinnützigkeit weiter zu fördern, habe die Raiffeisenbank einen Förderpreis mit Preisen von insgesamt 11111 Euro ausgeschrieben. Übler lud die zahlreichen Zuhörer ein, bis zum 25. April auf der Website der Raiffeisenbank für ihr Lieblingsprojekt zu stimmen. Bürgermeister Michael Göth dankte der Raiffeisenbank für die Organisation des Konzerts und wünschte eine Fortsetzung der begonnenen Tradition. Vorstand Martin Sachsenhauser überreichte der Vorsitzenden des Fördervereins der Bergknappenkapelle Alexandra Ottmann eine Spende in Höhe von 1111 Euro, die sich aus den Eintrittsgeldern der Zuhörer und einem Zuschuss von der Raiffeisenbank zusammensetzte. Er dankte allen Organisatoren, Kapellmeister Gerhard Böller, der sehr kurzfristig für Stadtkapellmeister Johannes Mühldorfer eingesprungen war, und den Mitarbeiterinnen der Raiffeisenbank, die durch ihre Tätigkeit das Konzert erst möglich gemacht hätten. Schließlich durfte Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz noch als Glücksfee den Publikumspreis ziehen: Ein Candlelight-Dinner im „Weißen Ross“ in Illschwang. Gewonnen hat eine Besucherin aus Neumarkt. Herzlichen Glückwunsch.

Gospelworkshop mit Jean Mondesir Benoit

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70 Sängerinnen und Sänger, die Hälfte davon ohne Chorerfahrung, trafen sich im Gemeindesaal der Christuskirche, um einen ganzen Tag lang Gospel zu singen. Chorleiter Jean Mondesir "Mondi" Benoit aus Haiti (rechts im Bild) hat in Bayreuth Kirchenmusik studiert, ist seit zehn Jahren in der evangelischen Landeskirche als Kantor tätig und leitet ebenso lange erfolgreich Gospelchöre.

Aus einer Einsingübung entwickelte sich bereits der erste vierstimmige Gospel - ganz ohne Noten. Hier konnte wirklich jeder mitmachen. "Das wichtigste ist der Rhythmus", sagte Benoit, "wenn der stimmt, macht es nichts, wenn einmal ein Ton schief klingt." Manche Töne sollen sogar schief klingen: die sogenannten Blue Notes. Auch das hatte der Projektchor schnell "drauf".

Und so konnten die Sängerinnen und Sänger nach sechs Stunden schon ein kleines Konzert mit vier Gospels singen. Viele hatten danach Lust auf mehr - und auch wer nicht dabei war, kann jederzeit beim Sulzbach-Rosenberger Gospelchor "Voices of Joy" einsteigen. Die Proben sind immer Donnerstags um 19:30 Uhr im Gemeindezentrum, Pfarrgasse 3.

Orgelkonzert zum Martinimarkt

Orgel Wei SoEin ganzes Konzert nur in D-Dur? Ist das nicht langweilig? Wenn die Stücke klug ausgewählt und kunstsinnig dargeboten werden, dann nicht. Das bewies Christian Hammerschmidt in der Christuskirche bei der Orgelmatinee zum Weißen-Sonntag-Markt.

Machtvoll, erhaben und erhebend strömte Johann Sebastian Bachs Praeludium und Fuge D-Dur durch das Kirchenschiff. Bei der Fuge tanzte Hammerschmidt geradezu auf dem Pedal. Mit graziöser Leichtigkeit meisterte er die saltatorische Motiventwicklung, die eine Herausforderung für jeden Organisten ist.

So recht passend zum Frühling war Felix Mendelssohn-Bartholdys Orgelsonate V. In strahlenden Farben hat der Komponist hier die Kraft des erwachenden Lebens in Töne gegossen. Hammerschmidt ließ mit seinem Spiel bunte Blumen und frisches Grün sprießen. Das ganze Klangspektrum der großen Schmidt-Weigle-Orgel nutzte er schließlich bei John Rutters Toccata in Seven. Schwungvoll und teils mit jazzigen Anklängen war das ein prächtiger Abschluss.

Mit kräftigem Applaus und großzügigen Einlagen in die Spendenkörbchen am Ausgang dankten die Zuhörer dem Künstler für das genussreiche Konzert. Die Gaben werden für den Einbau der Englischen Tuba, eines ausdrucksstarken Bassregisters, in die Orgel verwendet.

Während im Gemeindesaal unter der Kirche der Kindergarten An der Allee Kaffee und Kuchen kredenzte, stieg Günter Schultheiß, der Vertrauensmann des Kirchenvorstands, mit einer großen Besuchergruppe auf den Turm. Der weite Blick in die sonnenbeschienene Landschaft und über den Markt belohnte sie für die Mühen des Aufstiegs.

Silvesterkonzert in der Christuskirche

Silvester1„Musik für Percussion, Kontrabass, Orgel und Triangel“ - so nüchtern war der Titel des großen Silvesterkonzerts in der Christuskirche. Sechs Künstler zündeten dann ein musikalisches Feuerwerk, das in allen Farben funkelte, und ließen mit ihren Instrumenten die Sektkorken knallen.

Natürlich Bach. Ohne den Großmeister kann es kein Konzert mit Orgel geben. Aber KMD Gerd Hennecke nahm dem Thomaskantor seine etwas angestaubte Perücke vom Kopf, schüttelte Puder und etwas Staub aus und legte zusammen mit dem Schlagzeuger Philipp Senft los. Da war die „Toccata d-Moll“ ein rasantes „Toccatissimo“. Genauso funktionierte es mit der Fuge in a-Moll, der „Kaffeewasser-Fuge“. Die entpuppte sich als leichtfüßiges Swing-Stück, dass die nötige Dosis Koffein für eine lange Nacht beisteuerte.
Voller Energie waren Trommelstücke wie Eckard Kopetzkis „Chrystal Beats“ und das „Trommel-Quartett“ von Siegfried Kolbe, das Senft zusammen mit Johannes Mühldorfer und Moritz Luzner darbot. Senft und Luzner erwiesen sich auch als wahre Artisten auf dem Marimbaphon. Senft ließ mit seinen beiden Händen vier Schlegel über die Stäbe tanzen, Luzner bei Keiko Abes „Prism“ zwar nur zwei, dafür aber mit einem atemberaubenden Tempo. Phantastisch!

Hennecke und Mühldorfer präsentierten Ottmar Gersters „Capricetto“ für vier Pauken und Orgel wie ein Duell. Der Organist schickte dem Paukisten seine ersten Töne wie eine Forderung zum Duell, und Mühldorfer nahm die Provokation an. Die beiden schienen zum Duellplatz zu marschieren und sich dort zu messen. Die Orgel brüstete sich mit ihren Klangfarben und dem Tonumfang, die Pauken führten ihre Dynamik und Ausdruckskraft ins Feld. Nach der ersten Runde des Kampfs war ein Sieger noch nicht erkennbar. Die Kontrahenten schöpften kurz Atem, dann trumpften die Pauken solistisch auf, aber die Orgel hielt tapfer dagegen. Nach einer wilden dramatischen Steigerung nahmen Hennecke und Mühldorfer für ein furioses Finale noch einmal alle Kräfte zusammen, dann endete das Duell mit einem klaren Unentschieden und einer fröhlichen Versöhnung.

Eine Welturaufführung war die Bearbeitung von Edvard Griegs „Holberg-Suite“ für Orgel und Kontrabass, im ersten Satz zusätzlich mit Schlagzeugbegleitung. Sehr schön übersetzten die Musiker die Orchesterfassung in die Sprache von Orgel und Bass. Im schönen Zusammenklang wurden Nachdenklichkeit, tänzerische Ausgelassenheit und auch das Frühlingssehnen in lyrischen Passagen fühlbar.
Wohl das am meisten unterschätzte Instrument der Musikgeschichte ist dreieckig, aus Metall und heißt Triangel. Die Schwierigkeiten fangen schon vor dem Instrument selbst an, man kann nämlich „der“ oder auch „die“ Triangel sagen, in Österreich sogar „das“. Damit dieses wunderbare Instrument endlich einmal die angemessene Würdigung erhält, hat Georg Kreisler ihm eine „Ode“ gewidmet. Senft spielte den (die? das?) Triangel mit großem Ernst und voller Konzentration, so dass die Präzision seines Spiels beeindruckte. Mit verschiedenen Anschlagtechniken ließ er das gesamte Klangspektrum seines Instruments erlebbar werden. Jonas Hennecke sang mit viel Gefühl den feierlichen Text der Ode, und Gerd Hennecke begleitete die beiden Virtuosen an der Orgel. Es war ein Riesenspaß.

Mit dem „Radetzky-Marsch“ von Johann Strauss, spritzig dargeboten von Orgel, üppigem Schlagwerk und Kontrabass, endete das prächtige Konzert. Die Zuhörer in der sehr gut besuchten Christuskirche applaudierten stürmisch, aber die Musiker ließen sich nicht zu einer Zugabe bewegen: Luftschlangen und Fondue warteten schon auf sie.

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