Christuskirche Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Herzogstadt

Dekanatskantor Gerd Hennecke

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Orgelmatinee zum Martinimarkt

Martini KordmannMit den erhabenen Klängen von Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge C-Dur eröffnete Steffen Kordmann, der Organist von St. Marien, in der Christuskirche die traditionelle Orgelmatinee zum Martinimarkt. Zart und gefühlvoll interpretierte er die Cantilene F-Dur von Josef Gabriel Rheinberger, bis er schließlich bei Denis Bédards Variationen über „Christus vincit“ alle Register der großen Schmid-Weigle-Orgel zum Klingen brachte und so das „Christus siegt“ von von allen Seiten eindrücklich beleuchtete – martialisch bis gefühlvoll, monumental bis leichtfüßig-elegant.
Nach kräftigem Beifall teilte sich das Publikum. Die einen gingen nach unten in den Gemeindesaal zur Kaffeestube des Kindergartens an der Allee, wo zeitweise an den langen Tafeln kein freier Platz mehr war. Die anderen erlebten mit Kirchenvorsteher Günter Schultheiß eine Kirchenführung und stiegen mit ihm auf den Turm. Für die Anstrengung des Aufstiegs wurden sie mit der herrlichen Aussicht auf die sonnenbeschienene Umgebung belohnt.

Blech & Gospel

Rund 80 Sängerinnen und Sänger, die sich um den Altar drängen, und 65 Bläserinnen und Bläser, die auf der Empore jeden Zentimeter Raum füllen – „Blech & Gospel“ war ein Konzert der Superlative.

Blech Gospel 1Blech Gospel 3Nicht nur die Teilnehmerzahl sprengte alle Rekorde, auch das Publikum übertraf die Erwartungen. Das große Kirchenschiff war fast bis auf den letzten Platz besetzt, und auch auf der Empore saßen viele Leute. Mit der prächtigen „Fanfare in Es“ eröffneten die Bläser unter der Leitung von Dekanatsposaunenchorleiter Kurt Lehnerer den Abend. So festlich und volltönend ging es weiter. Die Bläser spielten so unterschiedliche Stücke wie die musikalischen Gebete „Alles, was Odem hat, lobe den Herrn“ und „Seid fröhlich in Hoffnung“, brachten aber auch mit „Yellow Submarine“ die Zuhörer zum Schmunzeln. Immer bewährte sich Lehnerers einfühlsames, transparentes Dirigat. Ihm gelang es, die vielen einzelnen Posaunenchöre aus dem ganzen Dekanatsbezirk zu einem homogenen Klangkörper zu verschmelzen. Da saß zwar ein Rosenberger neben einer Königsteinerin, eine Illschwangerin neben einem Sulzbacher, aber alle spielten harmonisch zusammen. Die Instrumente waren gut besetzt, so dass die Bläser die ganze große Kirche zum Swingen brachten.

Die Gospelchöre „The Paulaner Singers of Glory“ aus Amberg, „Heavenbound“ aus Schwandorf und „Voices of Joy“ aus Sulzbach hatten nur wenige gemeinsame Proben für die Vorbereitung des Konzerts. Das merkte man ihnen aber nicht einen Moment lang an. Mit souveränem Können sangen die drei Chöre anspruchsvolle vierstimmige Sätze, abwechselnd von den drei Chorleitern KMD Gerd Hennecke (Sulzbach), Dekanatskantorin Kerstin Schatz (Amberg) und Thomas Huber (Schwandorf) dirigiert. Die Lieder fluteten mitreißend und kraftvoll durch das Kirchenschiff. Mit Fingerschnipsen und rhythmischen Bewegungen heizten die Sänger die Stimmung noch weiter an. Aber sie zeigten, dass sie auch sanfte Töne beherrschen. Bei „The Lord hold me“ verzauberte der Chor mit einem ausdrucksstarken Piano und lebenssatter Dynamik.

Immer wieder war auch das Publikum eingeladen mitzusingen. Anfangs zögerlich, dann aber immer kräftiger erklangen „Ich singe dir mit Herz und Mund“ sowie „Die Gott lieben“. Hier begleiteten abwechselnd die Bläser und Hennecke an der Orgel den Gemeindegesang. Mit allen Farben der Musik, mit Wärme, Lust und Freude vertrieb das Konzert die Novemberdepression. Stürmisch applaudierte das Publikum, bis die Bläser das jazzige „Let us praise the Lord“ als Zugabe spielten. Immer noch wollten die Zuhörer nicht aufhören zu klatschen. Schließlich gaben die Sänger dem Publikum als Ohrwurm für den Heimweg „He has done marvellous things“ mit. Wieder sangen die Besucher begeistert mit und nahmen dann dankbar das Lied mit.

KIrchenvorstand am Altstadtfest

kuchenverkaeuferAm Altstadtfest haben die Kirchenvorsteher der Christuskirche Samstag und Sonntag nachmittags auf dem Kirchplatz Kaffee und Kuchen ausgegeben.
Dabei wurden insgesamt 732,80 Euro eingenommen, die nun an die Gemeinde übergeben wurden. Die Hälfte des Geldes erhält die Evangelische Jugend, der Rest wird für die Gemeindearbeit verwendet. "Ich danke Ihnen für die Zeit und die Arbeit, die Sie für unsere Gemeinde geleistet haben, während andere das Altstadtfest besucht haben", sagte Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz bei der Übergabe. Einen weiteren Dank sprach Vertrauensmann Günter Schultheiß an die Kuchen- und Tortenspender aus und nicht zuletzt auch an die "Kunden", die in ihre Geldbeutel gegriffen und teilweise großzügig aufgerundet hätten.

Christuskirche: Rote Nacht

rotenacht03Rot ist die Farbe der Liebe, der Leidenschaft. Rot ist warm, intensiv und manchmal auch gefährlich. So viele Bedeutungen die Farbe hat, so unterschiedlich war auch das Programm der Roten Nacht in der Christuskirche.

„Ubi caritas et amor, ibi deus est“ - aus allen Ecken des Kirchenschiffs erklang die Melodie von Ola Gjeilo, und so wie nach dem Liedtext Gott überall ist, wo die Liebe ist, so war auch die Musik allerorten. Singend, mit zarter Orgelbegleitung, kamen die Sängerinnen und Sänger des Gospelchors „Voices of Joy“ langsam zum Altar. Dann setzte das Streicherensemble Hubert ein und untermalte den Gesang.

Nach diesem stimmungsvollen, meditativen Beginn stimmte der Chor mitreißende Gospel an. Bei „Make a joyful noise“ und „Adoramus te“ wippten die Füße. Die 24 Sänger waren in Bestform, und obwohl die Männerstimmen nicht so üppig besetzt waren wie die Frauenstimmen, schuf KMD Gerd Hennecke mit einer klugen Aufstellung und sorgfältigem Dirigat ein harmonisches Klangbild. Schön war die starke Dynamik bei „Honour“, das der Chor a-capella sang. Überraschend, aber sehr gelungen war die Kombination des Gospelchors mit dem Streicherensemble Hubert und Kontrabassist Franz Szabo. Vor allem bei den gefühlvollen Songs agierten die Streicher mit großer Wärme und Innigkeit und machten so die Lieder zu einem herzbewegenden Erlebnis. Die traditionellen Spirituals „Go Down, Moses“ und „O When the Saints“ in einem modernen Satz waren erfrischend lebendig und wirkungsvoll.
Glühende Musik zum Hören, rotes Licht zum Schauen – aber auch der Geruchs- und Geschmackssinn wurden verwöhnt. Der Gospelchor hatte ein langes Büfett mit roten Kanapees vorbereitet und die Gemeindejugend bot rote Cocktails an. So war die Rote Nacht ein Erlebnis für alle Sinne.
Das Saxophonensemble „Fancy Horns“ mit dem in Sulzbach-Rosenberg bestens bekannten Stefan Frank verzauberte mit einer feierlichen Suite aus Henry Purcells Oper „Fairy Queen“. Auf ihrer Reise vom Barock in die Neuzeit machten die Fancy Horns einen romantischen Zwischenhalt bei Astor Piazollas Frühwerk „Ángel“, verweilten im Süden der USA mit dem erdigen Atlanta-Blues „Motherless Child“ und klassischen Spirituals wie „Swing Low“, bei dem die Musiker eine Jazz-Improvisation vom Allerfeinsten ablieferten. „Wenn man Saxophon spielt, gehört das dazu“, war Franks trockener Kommentar dazu. Danach rollte ein gigantischer Güterzug bei „Hobo“, wo auch das seltene Sopran-Sax zum Einsatz kam. Im ganzen Kirchenraum stampfte und klatschte das Publikum den unwiderstehlichen Rhythmus mit. Mit Stevie Wonders „Sir Duke“ und Chick Coreas „Spain“ zeigten die Musiker großartiges Rhythmusgefühl und perfektes Zusammenspiel.

Nicht nur die spektakuläre rote Beleuchtung zog sich durch den ganzen langen Kulturabend. Auch die große Schmid-Weigle-Orgel diente als verbindendes Element. KMD Gerd Hennecke spielte in allen Programmteilen Orgelwerke, die zu den übrigen Darbietungen einen reizvollen Kontrapunkt setzten. Von Bach über Vivaldi bis zu Nigel Ogdens „Irish Melody“ spannte sich der Bogen, wobei Hennecke in Bachs „Fuga in g“ ein paar zusätzliche jazzige Töne hineingepackt hatte. Ein Riesenspaß war Johann Christoph Kellners „Präludium in C“, bei dem ein blökendes Schaf eine wesentliche Rolle spielte. Zuerst wollte das Schaf, gespielt von Robin Büttner, nicht so recht, aber dann blökte es ganz allerliebst.

Das Folkensemble „BalAffaire“ spielte schottische, irische und französiche Tänze, zumeist von Leiter Uwe Freytag selbst komponiert. Geige und Flöte umspielten einander und erzeugten eine berückende Stimmung. Die führende Stimme wechselte immer wieder zwischen Akkordeon und Geige, und die „Valse“ endete mit einem Solo von der Windharfe der Orgel. Ein Schlaflied mit Metallophon und Tenorblockflöte brachte den langen Abend stimmungsvoll zum Abschluss.

Gospelworkshop mit Jean Mondesir Benoit

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70 Sängerinnen und Sänger, die Hälfte davon ohne Chorerfahrung, trafen sich im Gemeindesaal der Christuskirche, um einen ganzen Tag lang Gospel zu singen. Chorleiter Jean Mondesir "Mondi" Benoit aus Haiti (rechts im Bild) hat in Bayreuth Kirchenmusik studiert, ist seit zehn Jahren in der evangelischen Landeskirche als Kantor tätig und leitet ebenso lange erfolgreich Gospelchöre.

Aus einer Einsingübung entwickelte sich bereits der erste vierstimmige Gospel - ganz ohne Noten. Hier konnte wirklich jeder mitmachen. "Das wichtigste ist der Rhythmus", sagte Benoit, "wenn der stimmt, macht es nichts, wenn einmal ein Ton schief klingt." Manche Töne sollen sogar schief klingen: die sogenannten Blue Notes. Auch das hatte der Projektchor schnell "drauf".

Und so konnten die Sängerinnen und Sänger nach sechs Stunden schon ein kleines Konzert mit vier Gospels singen. Viele hatten danach Lust auf mehr - und auch wer nicht dabei war, kann jederzeit beim Sulzbach-Rosenberger Gospelchor "Voices of Joy" einsteigen. Die Proben sind immer Donnerstags um 19:30 Uhr im Gemeindezentrum, Pfarrgasse 3.

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