Christuskirche Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Herzogstadt

Dekanatskantor KMD Gerd Hennecke

Telefon: 09661 891-159
Telefax: 09661 891-151

E-Mail an Gerd Hennecke

Büro des Kantors

Pfarrgasse 7
92237 Sulzbach-Rosenberg

Vorverkaufsstellen für Konzerte

Spendenkonto

Sparkasse Amberg-Sulzbach
IBAN: DE25 7525 0000 0380 1020 12
SWIFT-BIC: BYLADEM1ABG

Christuskirche: Requiem

In dramatischen Farben leuchtete das Himmlische Jerusalem an der Altarwand der Christuskirche. Was das Mosaik als Bild zeigt, das drückte die Musik beim Konzert der Sulzbacher Kantorei zum Ewigkeitssonntag in Tönen aus: Den Glauben an die Gnade und die Hoffnung auf Erlösung.
Requiem 2Mit Wolfgang Amadeus Mozarts Requiem gedachte die Kantorei der Verstorbenen. Der Chor mit seinen gut 30 Sängerinnen und Sänger war bestens disponiert und in den Frauen- und auch den Männerstimmen hervorragend besetzt. Souveräne Sicherheit, gut ausgebildete Stimmen und überzeugender Ausdruck zeichneten den Gesang der Kantorei aus – das Ergebnis kontinuierlicher Chorarbeit durch KMD Gerd Hennecke.
Hennecke hatte vier junge Sänger von der Berliner Universität der Künste für die Solopartien engagiert. Die jungen Künstler überzeugten durch ihre frischen und doch raumfüllenden Stimmen von wunderbarem Wohlklang. Die Sopranistin Eunjung Kwak sang mit eleganter Leichtigkeit und Lieblichkeit, ohne je schrill zu werden. Yehui Jeong bezauberte mit ihrem warmen, weichen Alt, der mühelos auch höhere Lagen meisterte. Klar und hell, auch bei größtem emotionalen Einsatz immer unangestrengt, so präsentierte sich der Tenor Amin Kachabia. Mit geschmeidiger Beweglichkeit und sinnlicher Tiefe erfreute der Bass Christoph Brunner. Requiem 1Die vier Gesangssolisten passten von der Timbrierung und dem Ausdruck sehr gut zusammen und machten so ihre Quartettsätze zu einem besonderen Hörgenuss. Ob am Anfang der Satz „Tuba mirum“ oder ganz am Ende des Requiems „Benedictus“, immer ließen sie die Mozartsche Komposition erstrahlen.
Ergänzt wurden die Sänger vom Kammerorchester St. Michov. Die 25 Instrumentalisten begleiteten die Vokalisten einfühlsam und nuanciert. Hennecke dirigierte mit Feuer und Präzision. Dramatische Sätze wie „Dies irae“ interpretierte er mit wilder Emotionalität, während er die flehentliche Bitte „salva me“ - „rette mich“ in „Rex tremendae“ mit anrührender Innigkeit gestaltete. Hennecke gelang es, mit nur wenigen Proben den Chor, die Solisten und das Orchester zu einem stimmigen Ganzen zu vereinen.
Mozarts Requiem entspricht einer katholischen Messe. Zum Ewigkeitssonntag, an dem der Toten gedacht und das Vertrauen auf ein Leben nach dem Tod ausgedrückt wird, ergänzte Hennecke das Requiem, das Furcht vor dem Jüngsten Gericht ausdrückt, durch vier Motetten zu biblischen Texten, die immer mit Glockengeläut eingeleitet wurden. Vor allem „Im Himmelreich“ für Altsolistin und Chor von Edvard Grieg wurde die evangelische Hoffnung auf Gnade und Erlösung deutlich. Vollendeter Wohlklang, in Musik gefasster Glaube machten diese Motette zu einem bewegenden Erlebnis.
Nach dem letzten Ton ließen die Zuhörer die Musik lange in sich nachklingen. Dann ging ein Seufzer durch die Reihen, und erst jetzt dankte das Publikum der Kantorei, den Solisten, dem Kammerorchester St. Michov und KMD Gerd Hennecke für ein bewegendes, wunderschönes Konzerterlebnis.

Reformation in Wort und Musik

ReformationMusikKurz vor dem 500-jährigen Jubiläum von Martin Luthers 95 Thesen gedachte das Kantorat der Christuskirche des Reformators mit einem rundum gelungenen Konzert in der Spitalkirche. Erst durch Luther erhielt die Kirchenmusik die hervorragende Bedeutung, die sie auch heute noch hat. Ohne die Reformation gäbe es viele der herrlichen Kompositionen nicht, die die Herzen der Gläubigen erheben und die auch bei „Reformation in Wort & Musik“ erklangen.

Die Sopranistin Stephanie Spörl, der Trompeter Guntram Sellinger und KMD Gerd Hennecke präsentierten Kompositionen aus der Renaissance- bis Barockzeit. Einen ganz besonderen Reiz erhielt das Konzert dadurch, dass Hennecke zwischen zwei Orgeln wechselte. Er spielte einige Stücke auf dem spätbarocken Instrument von 1743, das Elias Hößler für die Spitalkirche erbaute. Hier war allerdings deutlich zu hören, dass dieses historische Kleinod dringend einer Restaurierung bedarf. Für die meisten Werke nutzte er das Nikolaus-Manderscheidt-Positiv. Diese kleine, transportable Orgel ließen die Bürger von Sulzbach 1646 für Herzog Christian August als Geschenk für die Nikolauskapelle im Schloss herstellen. Später stand das Instrument in der Kapelle auf dem Alten Friedhof, wo KMD Jürgen-Peter Schindler es entdeckte. Der Kirchenmusiker begann die Rekonstruktion, die sein Sohn, Orgelbaumeister Christoph Schindler vollendete. Schindler hatte das Positiv in die Herzogstadt mitgebracht und stellte es den Zuhörern vor. Es hat sechs Register mit 276 Pfeifen. Eine Besonderheit sind die doppelten Tasten für Halbtöne, weil es Mitte des 17. Jahrhunderts die wohltemperierte Stimmung noch nicht gab und je nach Tonart die Halbtöne etwas höher oder tiefer als heute gestimmt waren.Der Orgelbauer wirkte beim Konzert als Kalkant, er bediente also mit den Händen die beiden Blasebälge und versorgte so Henneckes Spiel mit der nötigen Luft.

Vor allem bei der „Partita“ von Johann Pachelbel konnte man die verschiedenen Klangfarben des Manderscheidt-Positivs schön erleben. Sanft verhangen klang das Register Gedackt 8, munter perlend war Oktav 2, während Superoktav 1 mit spritzigen, kristallklaren Tönen verzauberte. Im Gegensatz dazu stand das näselnde Schnarren vom Regal 8. Auch die Motette „Wir glauben all an einen Gott“ von Balthasar Resinarius, einem Zeitgenossen Luthers, spielte Hennecke auf dem Positiv. Er begleitete den Trompeter und die Sängerin. Spörls Gesang war warm und ausdrucksstark, schön waren ihre jubelnden Höhen. Sellinger spielte eine kapriziöse Barocktrompete, die elegant und silbrig mit der Singstimme einen Dialog führte.

Festlich, strahlend und freudig interpretierten die Künstler auch die Aria „Let the Bright Seraphim“ von Georg Friedrich Händel. Spörl und Sellinger umschmeichelten einander, einfühlsam von Hennecke begleitet. Pfarrer Wolfgang Bruder ergänzte die Musik mit Texten von Martin Luther. „Von der Freiheit eines Christenmenschen“, „Von den guten Werken“ und das „Friedensgebet“ stimmten die Konzertbesucher auf das Reformationsfest ein. Mit kräftigem Applaus dankten die Besucher in der voll besetzten Spitalkirche den Musikern und dem Liturgen.

Christuskirche: Bibelmarathon

Mit Gottes Wort ins neue Kirchenjahr, das war das Motto des Bibelmarathons in der Christuskirche.  In 21 Stunden, von Freitagabend bis Samstagnachmittag, lasen 63 Frauen, Männer und Kinder das ganze Neue Testament vor.

Die Texte des Alten und Neuen Testaments sind 2000 bis 3000 Jahre alt, und ihre Wurzeln reichen sogar noch viel weiter in die Vergangenheit zurück, sagte Diakonin Irene Elsner, als sie den Bibelmarathon mit einer Andacht begann. Trotzdem sei ist die Bibel keineswegs veraltet, sondern bis heute ein Bestseller auf dem Buchmarkt. Ihr Thema sei die Geschichte Gottes mit den Menschen. „Die Bibel kann uns helfen, Gottes Spuren in unserem eigenen Leben zu entdecken“, sagte Elsner und schloss mit einem Wort Jesu Christi aus dem Markusevangelium 13,31: „Himmel und Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen.“

schoetzIm Gemeindesaal begann Dekan Karlhermann Schötz mit den ersten Kapiteln des Matthäusevangeliums. Ihm folgten Dekan Walter Hellauer und viele weitere. Die Bibel entfaltete große verbindende Kraft. Es lasen Männer und Frauen, Junge und Alte, Sulzbacher und Rosenberger, Evangelische und Katholiken, Alteingesessene und Zugezogene, Prominente und weniger Bekannte. Sie trugen in langen Stunden die ganze Heilsgeschichte vor. Die Osterkerze brannte, die Zuhörer lauschten andächtig und ließen das Wort Gottes auf sich wirken. Auch mitten in der Nacht kamen Menschen, um die Botschaft des Herrn zu vernehmen. Still, ruhig und nachdenklich saßen sie da.

Ab der Offenbarung wurde in der Kirche gelesen. Nach so vielen anderen reihten sich jetzt auch Landrat Richard Reisinger und erster Bürgermeister Michael Göth unter die Leser ein. Als letzter Leser trat Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz an das Lesepult. Er trug die letzten Kapitel der Offenbarung vor, wo das Neue Jerusalem beschrieben wird, das nach der Apokalypse aus dem Himmel herabfährt und in der Ewigkeit bestehen wird. Das große Altarmosaik hinter ihm zeigte das  Himmlische Jerusalem, und so wurde die Lesung zum krönenden Abschluss des Themenjahrs „Bild und Bibel“ in der Lutherdekade.

kurzNach einem nachdenklichen Orgelstück schloss Dr. Kurz den Bibelmarathon mit einer Andacht ab. Er predigte über den Satz, der in der Bibel am häufigsten vorkommt: „Fürchtet euch nicht.“ Diese drei Worte werden insgesamt 109 Mal wiederholt. Das sei der rote Faden, der sich von der ersten bis zur letzten Seite durch die Bibel zieht. Deshalb, so der Geistliche, solle man alle mit Verachtung strafen, die mit der Bibel in der Hand Angst und Schrecken verbreiten: „Diese Menschen haben vielleicht viel gelesen, aber wenig verstanden.“ Auch wer glaubt, werde Leid erfahren, aber er könne sich darauf verlassen, dass das Leid nicht das letzte Wort haben wird.

Aktuelle Seite: Startseite Kirchenmusik Nachlese

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.