Christuskirche Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Herzogstadt

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Benefizkonzert des Polizeiorchesters

Jesu Leben von der Geburt bis zur Auferstehung malt der spanische Komponist Ferrer Ferran in ausdrucksstarken, teils erschütternden Bildern. Das Polizeiorchester Bayern spielte „Die Passion Christi“ in der fast ausverkauften Christuskirche.

In leuchtendem Violett, der liturgischen Farbe der Passionszeit, erstrahlte der Altarraum, wo die rund 60 Musiker des Polizeiorchesters dicht gedrängt saßen. Die ersten Klänge beschrieben allerdings die Geburt Christi in lyrisch-zarten Klängen. Prof. Johannes Mösenbichler, der elegante Grandseigneur am Pult, dirigierte mit weit ausgreifenden, mitreißenden Bewegungen. Gerade auch in den leisen Passagen baute er starke Spannung auf. Dramatische Passagen wie den Kindermord von Bethlehem dirigierte er mit Leidenschaft, dabei aber auch stets auf alle Details achtend und nuancierend.

Im 2. Satz beschreibt Ferran die drei Versuchungen. Die bösen Hintergedanken des Teufels wurden in der Musik so stark spürbar, dass man den Schwefelgestank zu riechen meinte, als Satan verschwand. Der 3. Satz schließlich malt die Passion, beginnend mit der Ankunft am Tempel. Basaratmosphäre fröhliches Feilschen um Opfertiere und Devotionalien ließen die Musiker mit orientalischen Harmonien entstehen. Immer wieder setzten ausgezeichnete Solisten besondere Akzente. Nach Abendmahl und Verhaftung steigerte sich die Intensität fast unerträglich. So hätte die Generalpause nach der Entkleidung Jesu den Zuhörern Gelegenheit zum Atemholen geben können, aber das Grauen der Geißelung mit brutalen Peitschenschlägen wirkte nach und ließ die Hammerschläge, mit denen die Nägel Christus durch Hände und Füße getrieben wurden, noch entsetzlicher wirken. Ein wildes dissonantes Crescendo ließ die Zuhörer das Sterben Jesu erleben.

Schließlich untermalte eine weitschwingende Melodie voller Wärme und Hoffnung den Missionsbefehl. Die Besucher waren erschüttert und tief beeindruckt. Eingestimmt auf die Passion hatte das Orchester die Besucher mit dem sehr würdigen „Choral für einen feierlichen Anlass“ von Marc van Delft und dem wunderbar farbigen „Sheltering Sky“ von John Mackey. Bei diesem gefühlvollen Klanggemälde setzte das Vibraphon, mit einem Geigenbogen gestrichen, außergewöhnliche Effekte. Drei Solisten mit Trompete, Euphonium und Paradetrommel stellten sich für William Schumans „Als Jesus weinte“ hinten im Kirchenschiff auf. Im Dialog mit dem Orchester erzielten sie eine räumliche Wirkung, die zu Herzen ging.

Der Klarinettist Peter Seufert führte durch den Abend und erläuterte die Kompositionen. Zusätzlich illustrierten Gemälde, die auf eine große Leinwand projiziert wurden, die Musik. Besonders eindrücklich waren Fotos von Kreuzwegstationen, die der Bildhauer Erwin Burgstaller geschaffen hat. Mit stürmischem Applaus feierten die begeisterten Zuhörer die Musiker. Prof. Mösenbichler bedankte sich und erklärte, der Beifall sei zugleich ein Ausdruck des Vertrauens in die bayerische Polizei. Statt einer Zugabe spielte das Orchester „Großer Gott, wir loben dich“, und das von der „Passion Christi“ tief berührte Publikum sang kraftvoll mit.

Hintergrund

Organisiert hatten das Konzert der Rotary Club Auerbach und die Raiffeisenbank zugunsten des Ernst-Naegelsbach-Hauses. Deshalb übergaben Bank-Vorstand Hans Renner und Club-Präsident Reinald Agethen den Kindern, die im Waisenhaus leben, einen Spendenscheck über 7000 Euro. Zu dieser beeindruckenden Summe haben nicht nur die zahllosen Musikfreunde beigetragen, die das Polizeiorchester hören wollten. Ludwig Hetzenegger, der Investor, der derzeit das ENH saniert, hat noch einen runden Tausender daraufgelegt.

Dekan Karlhermann Schötz, der Vorsitzende des Verwaltungsrats des Vereins Großes Evangelisches Waisenhaus Sulzbach-Rosenberg, der der Träger des ENH ist, dankte dem Polizeiorchester und seinem Dirigenten Prof. Johann Mösenbichler, dem Rotary Club Auerbach, Hans Renner sowie den vielen Helfern. Die Passion, führte der Dekan aus, führe durch Leiden und Tod zur Hoffnung. Das Waisenhaus sei für Kinder und Jugendliche ein Ort der Hoffnung. Sie bekämen dort „Orientierung, Zuwendung und Geborgenheit, weil ihre Eltern dies oft nicht geben können.“

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